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Radio Hamburg

Haasenburg

Vorwürfe gegen Heime - Scheele muss sich erklären

Potsdam/Hamburg , 16.07.2013
Haasenburg Heim in Brandenburg

Eines der Kinder- und Jugendheime der Haasenburg GmbH in Brandenburg.

Nachdem die Jugendlichen ihre Misshandlungsvorwürfe wiederholt haben, fordert die Opposition Konsequenzen von Hamburgs Sozialsenator Scheele.

Der Streit um Misshandlungsvorwürfe in brandenburgischen Jugendheimen geht weiter. Nachdem zwei ausgerissene Jugendliche ihre Misshandlungsvorwürfe wiederholt haben, fordert die Opposition in Hamburg Konsequenzen. Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) werde immer unglaubwürdiger. "Sein stures Festhalten an der Aussage, dass Hamburger Kinder in der Haasenburg nicht misshandelt wurden, steht in krassem Gegensatz zu den Aussagen der Jugendlichen, die ihre Vorwürfe jetzt erneuert haben", sagte Christiane Blömeke, jugendpolitische Sprecherin der Grünen, am Dienstag in Hamburg.

Der Senator müsse nun erklären, warum er es zugelassen hat, dass der entwichene Jugendliche wieder zurück nach Brandenburg geschickt wurde. "Eine Jugendhilfeeinrichtung, in der augenscheinlich Erniedrigung und gewaltsame Erziehung auf der Tagesordnung steht, braucht keine Rechtfertigung eines Senators. Scheele sollte jetzt endlich alle Kinder dort herausholen und den ernsthaften Willen zeigen, die Vorwürfe lückenlos aufzuklären", forderte Blömeke.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen könnten Monate dauern. Monate, in denen nicht sicher ausgeschlossen werden könne, dass die Kinder in einem Klima von Gewalt und Erniedrigung leben müssen. "Das ist eine seltsame Vorstellung von Wahrung des Kindeswohl." Auch die Linken in der Hamburger Bürgerschaft forderten, die Hamburger Kinder und Jugendlichen aus den Heimen herauszuholen. Nach ihrer Rückkehr in ein Haasenburg-Heim hatten zwei von drei ausgerissenen Jungen ihre Misshandlungsvorwürfe bei Behörden in Brandenburg wiederholt.

Der zweite Jugendliche habe in Teilen die Aussagen bestätigt, die zuvor der andere gemacht habe, sagte eine Sprecherin des Jugendministeriums in Potsdam. Durch seine Angaben fühle sich das Ressort in seinem Vorgehen bestätigt. Brandenburgs Ministerin Martina Münch (SPD) hatte in der vergangenen Woche drei Erziehern eine weitere Tätigkeit in den drei Heimen untersagt und einen Belegungsstopp für die Einrichtungen ausgesprochen. (dpa/apr)

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