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Radio Hamburg

Hohe Mietkosten

Viele Familien rutschen unter Hartz-IV-Niveau

Berlin/Gütersloh, 22.07.2013
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In 60 der 100 größten Städte haben einkommensschwache Familien nach Abzug der Miete im Schnitt weniger Geld zur Verfügung als den Hartz-IV-Regelsatz.

Wegen hoher Mietkosten rutschen einkommensschwache Familien laut einer Studie in vielen größeren deutschen Städten unter Hartz-IV-Niveau.

Wegen hoher Mietkosten rutschen einkommensschwache Familien laut einer Studie in vielen größeren deutschen Städten unter Hartz-IV-Niveau. In 60 der 100 größten Städte haben sie nach Abzug der Miete im Schnitt weniger Geld zur Verfügung als den Hartz-IV-Regelsatz von 1169 Euro im Monat, wie die Bertelsmann Stiftung nach einer Untersuchung am Montag mitteilte.

Berechnet wurde dies für eine vierköpfige Familie mit weniger als 60 Prozent des regionalen Durchschnittseinkommens, die ein Kind bis sieben Jahre sowie ein Kind zwischen sieben und 14 Jahren hat. In Jena bleiben solchen Familien laut Studie nach Überweisung der Miete rechnerisch 666 Euro im Monat. Ihr verfügbares Einkommen liege 43 Prozent unter dem Niveau der Grundsicherung. Andererseits kommt eine Familie in Heilbronn - bei entspannterem Wohnungsmarkt und relativ hohen Durchschnittseinkommen - demnach auf 1941 Euro, das liege 66 Prozent über Grundsicherungsniveau.

Wohnungsmarkt sehr unterschiedlich

Der Anteil der Wohnkosten am Einkommen schwankt der Berechnung zufolge erheblich. In Frankfurt/Main, Jena, Freiburg und München gäben solche einkommensschwachen Familien im Schnitt mindestens jeden zweiten Euro für die Miete aus, erläutete die Stiftung. In Iserlohn oder Witten blieben 80 Prozent des Einkommens für sonstige Zwecke übrig. Ausgehend davon, dass eine Familie wie im bundesweiten Schnitt maximal 30 Prozent des Einkommens für Miete ausgeben will, stellt sich laut Studie der Wohnungsmarkt sehr unterschiedlich dar. In Frankfurt/Main, Offenbach, München, Freiburg, Konstanz, Potsdam und Jena kämen nur ein Prozent des Wohnungsangebots infrage. Dagegen wären es in Hildesheim oder Zwickau mehr als 40 Prozent. Grundlage der Modellrechnungen waren den Angaben zufolge Daten des amtlichen Mikrozensus 2011 sowie Wohnkosten aus einer Datenbank für Preise von Immobilienangeboten.

Angespannte Situation im Norden

Hohe Mietkosten lassen einkommensschwache Familien auch in den größten Städten des Nordens häufig unter Hartz-IV-Niveau rutschen. In Hamburg, Kiel, Flensburg und Lübeck bleibt ihnen nach Abzug der Miete im Schnitt weniger Geld übrig als der Hartz-IV-Regelsatz von 1169 Euro im Monat. In Flensburg hat dann eine solche Familie nach der Mietzahlung rechnerisch noch 1015 Euro zur Verfügung - sie liegt damit 13 Prozent unter der Grundsicherung. In Kiel lag das Budget zehn Prozent, in Hamburg sechs Prozent unter Hartz-IV-Niveau. Niedersachsen und Bremen landeten bei dem Vergleich der 100 größten Städte im Mittelfeld.

Auch das Angebot bezahlbarer, familiengeeigneter Wohnungen schwankt laut Studie. Mit einem Anteil von 43 Prozent sticht Hildesheim dabei bundesweit hervor. In Oldenburg ist es mit nur 5 Prozent wesentlich schwieriger, eine entsprechende Wohnung zu finden. Als familiengeeignete Wohnung wurden als Mindestanforderung 75 Quadratmeter und drei Zimmer definiert. (dpa/apr)

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