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Radio Hamburg

Deich in Fischbeck

Versenkte Schiffe verschließen Deich teilweise

Fischbeck/ Magdeburg, 16.06.2013
Hochwasser, Deichbruch, Fischbeck

Der Deich bei Fischbeck hatte den Wassermassen nicht standhalten können.

Zwei versenkte Schiffe haben den gebrochenen Deich bei Fischbeck teilweise verschlossen.

Muss noch ein drittes Schiff gesprengt werden?

Seit 10 Uhr am Sonntagvormittag (16.6.) berät sich eine Koordinierungsgruppe, sagte eine Sprecherin. Sie werde entscheiden, ob ein drittes Schiff gesprengt werden muss, um den jetzt noch 20 Meter großen Durchfluss zu schließen. Geprüft werde, ob die Lücke mit weiteren von Hubschraubern abgeworfenen Sandpaketen gestopft werden kann oder ob Betonplatten zum Einsatz kommen. Seit Sonntagmorgen wurden an dem Deichbruch bereits Behälter mit Sand abgeworfen. Bundeswehrsoldaten haben bis tief in Nacht versucht, die 20 Meter lange Lücke im Deich bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt weiter zu schließen. Die Entscheidung, ob dazu noch ein ein dritter Lastkahn versenkt wird, fällt laut Krisenstab am Vormittag.

Vesenkte Schiffe reduzieren Lücke im Damm

"Auch der Wasserstand der Elbe spielt bei den Erwägungen eine Rolle", sagte die Sprecherin. Sei die Elbe zu flach, müsse man sich eine andere Lösung überlegen. Im Kampf gegen das Hochwasser waren am Samstagabend am gebrochenen Deich bei Fischbeck zwei Lastkähne in der Elbe versenkt worden. Mit der gewagten Aktion konnte eine rund 90 Meter lange Lücke im Deich auf etwa 20 Meter reduziert werden. "Wir werten das als echten Erfolg. Das hat noch nie jemand versucht", sagte der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberst Claus Körbi. Das Hochwasser kann sich jetzt nicht mehr so stark wie bisher ausbreiten. 

 

Deichbruch trieb Wassermassen in die Region

Die sogenannten Schuten - Lastkähne ohne eigenen Antrieb - wurden per Sprengung auf den Grund des Flusses befördert. Die ungewöhnliche Aktion war am Freitag vom Krisenstab der Landesregierung beschlossen worden. Grund ist, dass durch den Deichbruch bei Fischbeck seit vielen Tagen riesige Wassermengen in die Region geflossen sind. Es sind mehr als 20 Ortschaften evakuiert, Tausende Menschen sind betroffen. Weitere Orte waren von den Wassermassen bedroht. Die Wasserstände der Elbe gehen zwar zurück, der Fluss kann aber die Wassermassen der kleineren Flüsse, die in die Elbe münden, nicht aufnehmen. Es entsteht ein Rückstau. Das Problem gibt es nicht nur im Elbe-Havel-Winkel, sondern auch am Zusammenfluss von Elbe und Saale.

Pegelstand in Lauenburg unter 9 Meter gefallen

In Lauenburg sind inzwischen die Aufräumarbeiten angelaufen. Die Pegelstände in Lauenburg sind in der Nacht zum Sonntag (16.6.) weiter leicht gefallen. Am Morgen zeigte der Pegel in Lauenburg 8,95 Meter, einen Tag zuvor waren es noch über 9,00 Meter gewesen, berichtete Tom Reher vom Katastrophenschutzstab. "Die Nacht war ruhig, es gab keine Besonderheiten", sagte der Sprecher. In der vom Hochwasser betroffenen Altstadt sind unterdessen die Aufräumarbeiten angelaufen. Unter anderem werden die Sandsackbarrieren abgebaut. Damit die Bewohner mit den Aufräumarbeiten beginnen und vollgelaufene Keller leerpumpen können, werden nach Rehers Angaben zunächst Baustromkästen aufgebaut.

Bewohner kehren langsam zurück

Anschließend werde schrittweise die normale Stromversorgung wieder hergestellt. Auch an der Schleuse zum Elbe-Lübeck-Kanal wurde mit dem Rückbau der Sandsäcke begonnen. Am Samstag waren die Bewohner der evakuierten Lauenburger Altstadt in ihre Wohnungen zurückkehren. Rund 300 Menschen hatten vor einer Woche die von der Elbeflut bedrohten Wohngebiete verlassen müssen. Am Vormittag findet in der Maria-Magdalenen-Kirche ein Gottesdienst für die Betroffenen statt.

Im Hamburger Hafen kommen durch das Hochwasser vermehrt Treibgut und Chemikalien an. Täglich werden Wasserproben genommen, alle Infos zur Wasserqualität der Elbe nach dem Hochwasser finden Sie hier.

Fotos: Angela Merkel in Lauenburg

Die aktuellen Pegelstände sehen Sie hier.

Fotos: Luftbilder der überfluteten Elbregion

Hier geht's zu Lauenburg-Webcam

So können Sie helfen: Spendenkonten für Hochwasseropfer

 

(dpa/mgä)