Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Dramatische Lage

Süd- und Ostdeutschland versinken im Hochwasser

Deutschland, 03.06.2013
Hochwasser Sachsen

In Deutschland und in seinen Nachbarländern sorgen die vielen Regenfälle für Überschwemmungen. 

Der Dauerregen in Süd-und Ostdeutschland sorgt dort für Überflutungen und Katastrophenalarm. 

Wassermassen fluten Straßen, Menschen werden in Sicherheit gebracht: Vor allem Süd- und Ostdeutschland versinken im Hochwasser. Bange Erinnerungen an die Jahrhundertflut 2002 werden wach. Auch Nachbarländer leiden massiv den Fluten.

Merkel will ins Hochwassergebiet reisen

 

Bundeskanzlerin Merkel will sich deshalb morgen selbst ein Bild von der Lage machen. Das sagte ihr Sprecher Steffen Seibert in Berlin.  Die genauen Stationen stehen noch nicht fest. Merkel lasse sich laufend über den
Stand der Dinge informieren. Außerdem wurde ein Krisenstab eingerichtet. Auch in Thüringen stieg das Hochwasser der Flüsse bedrohlich, ganze Stadtteile liefen voll. Die Kleinstadt Gößnitz wurde komplett evakuiert.

Bereits am Montag war Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nach Sachsen aufgebrochen, um sich dort über den Stand der Dinge zu informieren. Friedrich traf unter anderem den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) und wollte in Eilenburg, Grimma und Döbeln haltmachen. In Grimma war ein Besuch des Ministers bei der Einsatzleitung des Technischen Hilfswerkes (THW) geplant. Laut Innenressort in Berlin
sind in den Hochwassergebieten insgesamt 1800 Helfer des THW im Einsatz, außerdem 500 Bundespolizisten. Hinzu kommen insgesamt 1760 Soldaten, die helfen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, sagte, 1.050 Soldaten seien in Sachsen, 600 in Bayern, 100 in Thüringen und 10 in Sachsen-Anhalt im Einsatz. Sie kümmern sich unter anderem um Aufbau und Sicherung von Deichen mit Sandsäcken und die Überwachung der Katastrophengebiete aus der Luft. In etlichen Städten und Landkreisen in Bayern, Thüringen und Sachsen gilt Katastrophenalarm.

Mehr zum Hochwasser: Dramatische Fotos aus Bayern und Sachsen

 

 

Bundeswehr soll in überschwemmten Gebieten helfen

In den Hochwassergebieten im Osten und Südosten Deutschlands hat sich die Lage in der Nacht zum Montag (3.06.) weiter zugespitzt. In etlichen Städten und Landkreisen in Bayern, Thüringen und Sachsen gilt Katastrophenalarm. Tausende Menschen wurden bis zum frühen Morgen aus überschwemmten Gebieten in Sicherheit gebracht. Die Bundeswehr sollte im Laufe des Tages zum Einsatz kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sicherte den am stärksten betroffenen Ländern "volle Unterstützung" zu.

Donau: Höchststand von 12,55 Meter erwartet

Auch im benachbarten Ausland war die Lage kritisch. Am Inn in Bayern wurden nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes in der Nacht zum Montag vielfach historische Höchstmarken überschritten. "Für die Donau erwarten wir am Mittag den historischen Höchststand von 12,55 Meter", sagte ein Sprecher des Passauer Krisenstabes in der Nacht. Die historische Altstadt und Teile des Zentrums der Dreiflüssestadt sind großflächig überspült. In einigen Häusern wurde aus Sicherheitsgründen der Strom abgestellt.

150 Bundeswehrsoldaten in Passau erwartet

Am Montagmorgen (3.06.) werden in Passau rund 150 Bundeswehrsoldaten zur Unterstützung der Einsatzkräfte erwartet. Seit Beginn der angespannten Hochwasserlage am vergangenen Freitag (31.5.) waren nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) im gesamten Freistaat etwa 15 000 Helfer im Einsatz.

Krisenstab eingerichtet

"Möglicherweise werden wir eine Entwicklung bekommen, die zu einem Hochwasser führen könnte, das bisher noch nie dagewesen ist", hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Sonntagabend (2.06.) gesagt. Angesichts der dramatischen Situation hat die Staatsregierung einen Krisenstab eingerichtet. An vielen Schulen in Bayern soll der Unterricht am Montag ausfallen.

Katastrophenalarm in Bayern ausgerufen

Auch in Nieder- und Oberbayern spitzte sich die Lage in der Nacht zu. In Kolbermoor bei Rosenheim brach ein Damm. Die Innenstadt von Rosenheim wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt. Bis zum Sonntagabend wurde in zehn bayerischen Städten und Landkreisen Katastrophenalarm ausgelöst, darunter Passau und Rosenheim. In Sachsen hat das Hochwasser von Weißer Elster, Mulde und Chemnitz bereits zahlreiche Gebiete überschwemmt. Mehrere Landkreise im westlichen Teil des Freistaates riefen Katastrophenalarm aus. Vielerorts sollten Schulen am Montag geschlossen bleiben. Im Landkreis Mittelsachsen fiel bei einigen tausend Einwohnern der Strom aus.

Zahlreiche Gebiete in Sachsen überschwemmt

Auch in Nieder- und Oberbayern spitzte sich die Lage in der Nacht zu. In Kolbermoor bei Rosenheim brach ein Damm. Die Innenstadt von Rosenheim wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt. In Sachsen hat das Hochwasser von Weißer Elster, Mulde und Chemnitz bereits zahlreiche Gebiete überschwemmt. Mehrere Landkreise im westlichen Teil des Freistaates riefen Katastrophenalarm aus. Vielerorts sollten Schulen am Montag geschlossen bleiben. Im Landkreis Mittelsachsen fiel bei einigen tausend Einwohnern der Strom aus.

Hochwasser von 2002 könnte überschritten werden

Besonders kritisch war die Lage an der Weißen Elster in der Region Leipzig und an der Zwickauer Mulde. "Es ist davon auszugehen, dass die Pegelstände des Hochwassers von 2002 erreicht und überschritten werden könnten", teilte der Landkreis Nordsachsen am Sonntag mit. In Eilenburg wurde bereits die Innenstadt evakuiert. Rund 7000 Menschen waren nach Angaben eines Sprechers betroffen. Sie seien in Notquartiere gebracht worden.

Notstand in Prag ausgerufen

Auch einige Nachbarländer waren von Wassermassen bedroht. Am Abend rief die Regierung in Prag den Notstand aus. Die Maßnahme in Tschechien gelte in allen Regionen mit Ausnahme der Region Pardubice, sagte Ministerpräsident Petr Necas im Tschechischen Fernsehen. An mehr als 50 Orten Tschechiens galt die höchste Warnstufe 3. In Polen kam es vor allem im Südwesten des Landes zu Überschwemmungen. Auch in weiten Teilen Österreichs spitzte sich die Lage zu. Bislang gab es mindestens einen Toten durch Überflutungen. Zwei weitere von Wassermassen mitgerissene Menschen wurden bis zum späten Sonntagabend noch vermisst.

(dpa/mgä)