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Radio Hamburg

5,6 % mehr Lohn für Landesbeschäftigte

Einigung im Tarifstreit

Potsdam, 09.03.2013
Streik, Verdi

Endlich ist es zu einer Einigung im Tarfistreit gekommen.

Einigung im Tarifstreit der Länder: Landesbeschäftigte bekommen über zwei Jahre verteilt 5,6 Prozent mehr. Die Frage der Lehrer-Bezahlung bleibt ungelöst.

Die rund 800 000 Angestellten der Länder bekommen mehr Geld: Über einen Zeitraum von zwei Jahren erhalten sie in mehreren Schritten ein Gehaltsplus von 5,6 Prozent. Darauf verständigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber am Samstag nach
zähen Tarifverhandlungen in Potsdam.

Warnstreiks der Lehrer nach Ostern?

Ungelöst blieb aber der Streit über die Bezahlung der angestellten Lehrer. Deshalb könnte es - trotz der Einigung bei den Entgelten - schon nach Ostern neue Warnstreiks der Lehrer geben. Deshalb könnte es - trotz der Einigung bei den Entgelten - schon nach Ostern neue Warnstreiks der Lehrer geben.

Einigung bleibt hinter Forderung der Gewerkschaft zurück

Die Entgelterhöhung erfolgt in zwei Stufen: Zunächst steigen die Gehälter rückwirkend zum 1. Januar 2013 um 2,65 Prozent. Ab 1. Januar 2014 folgt ein weiterer Anstieg um 2,95 Prozent. Die Einigung bleibt damit hinter der Forderung der Gewerkschaften zurück: Sie hatten ein Gehaltsplus von 6,5 Prozent über eine Laufzeit von maximal einem Jahr verlangt. Das Ergebnis gilt für alle Bundesländer außer Hessen, das nicht der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) angehört und eigene Verhandlungen führt.

Einheitlicher Urlaubsanspruch von 30 Tagen

Die weiteren Verhandlungsergebnisse: Alle Landesangestellten haben künftig einheitlich 30 Tage Urlaubsanspruch, Auszubildende erhalten 27 Tage. Die Gehälter der Lehrlinge steigen rückwirkend zum 1. Januar 2013 um 50 Euro und ab 1. Januar 2014 um weitere 2,95 Prozent. Außerdem bekommen Auszubildende bei erfolgreicher Abschlussprüfung einen anschließenden Job garantiert.

Einheitliche Lehrer-Bezahlung bleibt offen

Der große Knackpunkt der Lehrer-Bezahlung blieb aber offen. Die Gewerkschaften wollten erreichen, dass sich die Arbeitgeber zum Einstieg in einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 200 000 angestellten Lehrer bereit erklären. Bislang gibt es von Land zu Land zum Teil große Gehaltsunterschiede. Die erhoffte Annäherung blieb aber aus. Die Frage sorgt seit Jahren für Streit.

GEW macht Arbeitgebern schwere Vorhaltungen

Der Verhandlungsführer der Länder, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), sprach von einem guten Kompromiss. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaften, Verdi-Chef Frank Bsirske, äußerte sich zufrieden zu dem Gehaltsplus, beklagte aber, dass die Lehrer-Frage nicht vorangekommen sei. Ilse Schaad von der Lehrergewerkschaft GEW machte den Arbeitgebern schwere Vorhaltungen. Dass sich die Länder hier nicht auf einen ersten Schritt eingelassen hätten, sei ein Skandal. Ihre Gewerkschaft werde das Ergebnis nun genauer auswerten und halte sich alle Optionen offen. "Dazu gehören selbstverständlich auch Streiks."
 

(dpa/mgä)
 

 
 
 

 
 

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