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Radio Hamburg

Keine Einigung

Strompreisbremse ist gescheitert

Berlin, 22.03.2013
Stromkosten, Strom, Kosten

Auf dem Energiegipfel im Kanzleramt konnte man sich nicht auf die Einführung einer Strompreisbremse einigen.

Bund und Länder haben sich nicht auf konkrete Maßnahmen zur Kostendämpfung bei den Strompreisen einigen können.

Um Stromkosten zu sparen, hilft Verbrauchern vorerst nur eins: Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Die Bundesregierung und Vertreter der Bundesländer haben sich auf dem Energiegipfel im Kanzleramt nicht auf die Einführung einer Strompreisbremse einigen können. 

SPD und Grüne haben sich vor dem Treffen auf eine gemeinsame Linie verständigt. Sie wollen die Stromsteuer um 25 Prozent senken. Das würde die Verbraucher um rund 1,6 Milliarden Euro entlasten. Umweltminister Peter Altmaier will die sogenannte "Eneuerbare-Energie-Gesetz"-Umlage auf dem derzeitigen Niveau von rund 5,27 Cent pro Kilowattstunde einfrieren und 600 Millionen bei der Förderung von Ökostrom einsparen.
 
Laut Gipfel-Beschluss wird trotz der Differenzen jetzt weiter über eine Kostendämpfung für Stromverbraucher verhandelt. Ergebnisse sind für den Mai angepeilt.

Kritik vom DIW

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung gegen steigende Strompreise als unzureichend kritisiert. "Ein großer Wurf ist das nicht, weil die Pläne der Bundesregierung nicht an den eigentlichen Ursachen ansetzen", sagte DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). Die EEG-Umlage auf den Strompreis werde mit den vorgeschlagenen Maßnahmen kaum sinken. "Man hätte kurzfristig eine Entlastung von 0,5 Cent je Kilowattstunde. Das entspricht monatlich einem Euro weniger für einen Vier-Personen-Haushalt", rechnete Kemfert vor.

(lhö/dpa)