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Radio Hamburg

Krebserregender Schimmelpilzbefall bei Futtermais

Erste Milchproben sind unbelastet

Berlin, 03.03.2013
RHH - Expired Image

Mit Schimmelpilzen belasteter Futtermais habe sich nicht negativ auf die Qualität von Milch ausgewirkt.

Bei Landwirten ist tonnenweise vergifteter Futtermais gelandet - und damit in den Mägen der Tiere. Die Milch ist laut Behörden aber nicht belastet.

Am Samstagabend teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit, dass weit mehr Landwirte von dem Skandal betroffen seien als bisher bekannt - korrigierte allerdings die zunächst genannte Zahl nach unten.

Keine belastete Milch - Knapp 4.500 Betriebe betroffen

Die niedersächsischen Behörden haben bei den untersuchten Milchproben nach eigenen Angaben bislang keine Auffälligkeiten entdeckt. Die Behörden stießen laut Ministerium auf ein weiteres Futtermittelunternehmen, das verseuchten Mais mit dem Schimmelgift Aflatoxin weitergeliefert habe. Damit steige die Zahl der betroffenen Betriebe vermutlich von 3.560 auf 4.467.

Neue Milchviehbetriebe seien aber nicht hinzugekommen. Zuvor war von 6.457 Betrieben die Rede gewesen. Diese Zahl sei jedoch auf Doppelnennungen hin überprüft und entsprechend korrigiert worden, hieß es. Ob auch Betriebe außerhalb Niedersachsens betroffen waren, stand zunächst nicht fest.

Frühzeitige Hinweise ingnoriert

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner warf den Herstellern Versagen bei den Eigenkontrollen vor. "Es gab frühzeitig Hinweise von verschiedenen Seiten, doch diese wurden offenbar ignoriert." Die zuständigen Länderbehörden müssten "deutlich schärfer als bisher" überwachen, ob die Unternehmen ihre Pflichten einhielten. "Wenn die Bundesländer ausreichende Kontrollen nicht leisten können, liegt es auf der Hand, die amtlichen Kontrollen in Zukunft stärker als bisher durch Gebühren zu finanzieren."

Krebserregende Schimmelpilze in importiertem Mais

Am Freitag war bekanntgeworden, dass aus Serbien importierter Mais mit einem krebserregenden Schimmelpilz vergiftet ist. Der Mais wurde auch an Rinder verfüttert. Das Pilzgift Aflatoxin gelangte so in Milch. Besonders betroffen ist Niedersachsen, wo Hunderte Milchbetriebe vorsorglich gesperrt wurden. Futtermittel mit verseuchtem Mais wurden auch an wenige Höfe und Betriebe in andere Bundesländer geliefert. Bio-Betriebe sind nach ersten Erkenntnissen nicht betroffen.

(dpa/pne)