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Radio Hamburg

Schneechaos und klirrende Kälte

Winterwetter hat Deutschland im Griff

Berlin, 13.03.2013
Winter, Eisschollen

Das Winterwetter hat inzwischen fast ganz Deutschland fest im Griff.

Eine Massenkarambolage, Tausende Glätteunfälle und Schneechaos auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt.: Der Winter ist zurück!

Der heftige Wintereinbruch hat in Teilen Deutschlands Chaos verursacht und den Verkehr lahmgelegt. Nach der Annullierung Hunderter Flüge infolge des starken Schneefalls haben auf dem Frankfurter Flughafen mehrere hundert gestrandete Passagiere die Nacht zum Mittwoch in Feldbetten verbracht. Auf der Autobahn 45 in Mittelhessen gingen bei Wölfersheim (Wetteraukreis) die Bergungsarbeiten nach einer Massenkarambolage in der Nacht weiter. "Vor allem die Bergung der Lastwagen kann noch einige Zeit dauern", sagte ein Polizeisprecher in Gießen am frühen Mittwochmorgen. Ob die Sperrung der Autobahn bis zum Berufsverkehr aufgehoben werden kann, sei fraglich, hieß es.

Die unverletzten Autofahrer und Beifahrer, die im Stau feststeckten, wurden am Dienstagabend in Feuerwehrhäuser in der Umgebung untergebracht. Dort sollten sie betreut werden, bis sie ihre Reise fortsetzen können, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Bei dem Serienunfall wurden laut Polizei 30 Menschen verletzt, sechs davon schwer. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte der Massenunfall ausgelöst worden sein, als der Verkehr wetterbedingt stockte und ein Lkw zwei Personenwagen zusammenschob.

Frankfurter Flughafen lahmgelegt

Der Wintereinbruch legte am Dienstag den Frankfurter Flughafen stundenlang lahm. Vorübergehend waren alle Lande- und Startbahnen gesperrt. Nach Angaben des Flughafenbettreibers Fraport AG kamen die Arbeitsfahrzeuge mit dem Räumen nicht nach. Bis zum frühen Dienstagabend waren den Angaben zufolge etwa zwei Drittel der etwa 1.200 Flüge ausgefallen. Verzögerungen und Annullierungen könnten sich bis zum heutigen Mittwoch hinziehen. Der Flughafenbetreiber stellte etwa 1.500 Feldbetten für gestrandete Passagiere auf.

Auch im Osten Deutschlands meldete sich der Winter noch einmal mit Glatteis und kräftigem Schneefall zurück. In Sachsen kam eine Autofahrerin bei einem Unfall auf spiegelglatter Straße ums Leben. Die 64-Jährige war am Dienstag mit ihrem Wagen in den Gegenverkehr gerutscht und frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammengeprallt, wie die Polizei in Chemnitz mitteilte.

"Märzwinter" hält noch an 

Meteorologen machen noch keine Hoffnung auf Frühling: Der "Märzwinter" breitet sich sogar noch auf ganz Deutschland aus. Im Laufe der Woche soll der Frost auch den Süden erreichen. Am Wochenende erwarten die Meteorologen dann leichte Milderung. Von einem "Märzwinter" sprechen die Experten, wenn ein Kälteeinbruch den Frühling im März noch einmal ausbremst.

(dpa/lhö)

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