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Radio Hamburg

NSU-Prozess

Bundesanwalt verliest Anklage

München, 14.05.2013
NSU-Prozess Auftakt, Beate Zschäpe

Der Prozess gegen Beate Zschäpe wurde am zweiten Verhandlungstag wieder unterbrochen.

Im NSU-Prozess ist die Anklage gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe sowie vier weitere Beschuldigte verlesen worden.

Damit geht es nach langem juristischen Hin- und Her nun erstmals um die eigentliche Strafsache. Die Bundesanwaltschaft wirft Zschäpe Mittäterschaft bei sämtlichen Taten der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" vor: Zschäpe habe gemeinschaftlich mit den gestorbenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos unter anderem zehn Morde begangen. Die 38-Jährige verfolgte die Verlesung der Anklage zurückgelehnt und ohne sichtbare Regung.

Grundsatz der Öffentlichkeit durch kleinen Saal verletzt

Die beschränkte Kapazität des derzeitigen Saales verletze den Grundsatz der Öffentlichkeit, hieß es zur Begründung des Antrags, den Verteidiger Wolfgang Heer in der Verhandlung vor dem Oberlandesgericht München stellte. Auch seien für die meisten Beteiligten keine ordnungsgemäßen Zeugenvernehmungen möglich, da sie die Zeugen nur von hinten sehen können. Auch die Verteidiger von Ralf Wohlleben kündigten weitere Anträge an.

Das Gericht unterbrach anschließend die Sitzung zur Mittagspause. Das OLG war bereits vor Prozessbeginn für die Wahl des Verhandlungssaals kritisiert worden. Dieser bietet insgesamt nur 100 Zuschauern und Journalisten Platz. Am zweiten Verhandlungstag hatte der Andrang allerdings bereits merklich nachgelassen.

 

(dpa/mgä)