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Radio Hamburg

Volkszählung in Deutschland

1,5 Millionen Einwohner weniger als angenommen

Berlin , 31.05.2013
Volkszählung, Ergebnisse, Hamburg, Bevölkerungsanteil

2011 wurden die Daten zur Volksbefragung erhoben.

In Deutschland leben rund 80,2 Millionen Menschen. Das ergab die Volkszählung 2011, deren Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden.

Erste Volkszählung seit über 20 Jahren

Deutschland hat weniger Einwohner als bislang angenommen: Aktuell leben rund 80,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Das ergab der Zensus 2011, den das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin vorstellte. Es ist die erste Volkszählung in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten. Bislang waren die Statistiker von einer Einwohnerzahl von 81,8 Millionen ausgegangen. Von den rund 80,2 Millionen hatten etwa 74 Millionen die deutsche Staatsbürgerschaft (92,3%). Knapp 6,2 Millionen Einwohner (7,7%) besaßen eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Hamburg: Überdurchschnittlich viele junge und ledige Menschen

Insgesamt gibt es einen leichten Frauenüberschuss. 41 Millionen Frauen und 39 Millionen Männer leben in Deutschland. Den größten Bevölkerungsanteil stellen die 50- bis 64-Jährigen (20,4%). In Hamburg ist deren Anteil etwas geringer (17,7%), dafür ist in unserer Hansestadt der Anteil der 18- bis 29-Jährigen höher (16,1%) als im Bundesschnitt (14,2%). Außerdem leben überdurchschnittlich viele ledige und junge Menschen (47,5%, Bundesdurchschnitt 40,2%) in Hamburg.

Auch weniger Hamburger als angenommen

Insgesamt lebten am Stichtag 9. Mai 2011 1.706.696 Menschen in Hamburg. Damit ist auch die Einwohnerzahl Hamburgs geringer als bisher angenommen. Es sind gut 82.000 weniger als angenommen. Seit der letzten Volkszählung 1987 ist die Bevölkerungs Hamburgs aber dennoch um 113.926 gewachsen.

34.000 eingetragene Lebenspartnerschaften

Im Mai 2011 gab es in Deutschland knapp 34.000 eingetragene, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, davon sind rund 40% Lebenspartnerschaften von Frauen. 5.700 Kinder lebten in Familien, deren Eltern eine eingetragene Lebenspartnerschaft führten, die meisten davon (86%) in Lebenspartnerschaften von Frauen. Zum Zeitpunkt der Volkszählung waren rund 40 Millionen Menschen erwerbstätig, 53,3% Männer und 46,8% Frauen. Damit bestätigen die ermittelten Erwerbstätigenzahlen im Wesentlichen die Ergebnisse des Mikrozensus 2011. Die Erwerbstätigenquote (Anteil der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 74 Jahren an der Bevölkerung im gleichen Alter) betrug 64,5&. 2,1 Millionen waren erwerbslos.

Bildungsstand in Hamburg überdurchschnittlich

Im Bundesschnitt hatten 35,6% der Personen über 15 Jahren einen Haupt- bzw. Volksschulabschluss, 26,9% besaßen die mittlere Reife oder einen gleichwertigen Abschluss und 28,3% die Fachhochschul- oder Hochschulreife. 4,7% der Bevölkerung über 15 Jahren haben keinen Schulabschluss, das sind 3,2 Millionen Menschen. In Hamburg ist der Bildungsstand im Bundesvergleich gut. 41,3 % aller Männer und Frauen in Hamburg haben die Hochschul- oder Fachhochschulreife. 21,7 % der Hamburger haben außerdem einen Hochschulabschluss, im Bundesschnitt sind es nur 15,1%.

Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in Hamburg am höchsten

Auch der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist in Hamburg wesentlich höher als im Bundesdurchschnitt. Insgesamt lebten in Deutschland Anfang Mai 2011 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, das entspricht knapp 19% der Bevölkerung. In Hamburg beträgt der Anteil 27,5%, das ist der höchste Anteil in den westlichen Bundesländern. In den östlichen Bundesländern liegt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund durchweg bei unter 5%. Als Menschen mit Migrationshintergrund zählen im Zensus 2011 alle Ausländer/-innen sowie alle Deutschen, die nach 1955 auf das Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland zugewandert sind oder mindestens einen nach 1955 zugewanderten Elternteil haben.

Die Einwohner wurden zuletzt 1987 in der damaligen Bundesrepublik und 1981 in der DDR gezählt. Auf der Grundlage der damaligen Ergebnisse wurden die Daten bislang fortgeschrieben und im Laufe der Zeit immer ungenauer.

 

(dpa/mgä)