Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Gabriel und Slomka

Auseinandersetzung vor laufender Kamera

Mainz, 30.11.2013

Im "Heute-Journal" lieferten sich Sigmar Gabriel und Marietta Slomka einen harten Schlagabtausch. Das ZDF und der SPD-Chef betonen: Streitereien gehören dazu.

Nach dem heftigen Wortgefecht zwischen ZDF-Moderatorin Marietta Slomka und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel haben beide Seiten ihren Auftritt verteidigt. "Argumentativer Schlagabtausch und Verbalgefecht sind Instrumente des politischen Journalismus", erklärte die Redaktionsleiterin des "heute-journal", Anne Reidt, am Freitag laut ZDF-Mitteilung.

Keine Parteilichkeit

Slomka selbst wies Gabriels Vorwurf der Parteilichkeit in einem "Bild"-Interview zurück: "Die Vielzahl von Interviews, die ich in den letzten zwölf Jahren geführt habe, belegen, dass dieser Vorwurf jeder Grundlage entbehrt. Ich trage keine parteipolitische Brille. Als Journalistin habe ich die Aufgabe, Politiker mit Kritik zu konfrontieren", sagte Slomka.

Emotionen zeigen

Auch Gabriel verteidigte seine harschen Antworten: "Man muss doch auch mal Emotionen zeigen", sagte er am Freitag in einer Aufzeichnung für das RTL-Magazin "Sonntags live". "Wir sind ja keine kalten Fische und manche Journalisten glauben, wir Politiker seien so zum Watschenmann da." Das scheine etwas in Mode gekommen zu sein. Er finde das alles nicht dramatisch. "Man darf sich auch mal streiten."

Auseinandersetzung vor laufender Kamera

Gabriel und Slomka waren am Donnerstagabend vor laufender Kamera aneinandergeraten, es ging um verfassungsrechtliche Bedenken zum SPD-Mitgliederentscheid über die große Koalition. Der SPD-Chef warf der Moderatorin zudem Parteilichkeit vor. Nachdem sich beide mehrfach ins Wort gefallen waren, sagte Gabriel zu Slomka: "Tun Sie mir einen Gefallen: Lassen Sie uns den Quatsch beenden."

Rückendeckung von CSU

CSU-Chef Horst Seehofer stellte sich hinter den SPD-Vorsitzenden und übte scharfe Kritik am ZDF. Er habe deshalb eine SMS an den ZDF-Intendanten geschrieben und wolle noch einen Brief hinterherschicken, sagte Seehofer am Freitag in München.

Keine Entschluldigung

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sieht seine Auseinandersetzung mit der ZDF-Journalistin Marietta Slomka in einem Interview gelassen. "Frau Slomka hat mich sozusagen mit 'verstärkter Höflichkeit' befragt und das darf sie auch. Und ich habe mit 'verstärkter Höflichkeit' geantwortet, sagte er der "Bild am Sonntag". "Denn so frei wie sie in der Art ihrer Fragen ist, bin ich es in meinen Antworten. Ich glaube, wir können uns beide nicht beschweren." Einen Grund für eine Entschuldigung bei Slomka wegen der Auseinandersetzung über die Zulässigkeit der SPD-Mitgliederbefragung über den Koalitionsvertrag sieht Gabriel nicht.

(dpa/kru)

comments powered by Disqus