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Radio Hamburg

Menschen fordern Rücktritt

Limburger Bischof verlässt Deutschland

Limburg, 12.10.2013

Der Limburger Bischof steht weiter scharf in der Kritik. In seinem Bistum werden die Rücktrittforderungen immer lauter.

Immer mehr Menschen fordern den Rücktritt von Franz-Peter Tebartz-van Elst. Der Bischof steht wegen dem Neubau des Bischofsitzes stark in der Kritik.

Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst fliegt einem Medienbericht zufolge nach Rom. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch wird diesen Montag (14.10.2013) nach Rom reisen, wo er im Vatikan zunächst Gespräche mit der Kurie führen will. Voraussichtlich am Donnerstag möchte er dann mit Papst Franziskus über die Situation im Bistum Limburg sprechen.

Lage ist untragbar für Deutschland

Mögliche Hintergründe einer Reise des Limburger Bischofs nach Rom seien reine Spekulation. Ein Bischof der römisch-katholischen Kirche kann nicht selbst zurücktreten, laut Kirchenrecht kann er dem Papst aber seinen Amtsverzicht anbieten. Zollitsch hält die Lage für untragbar, nachdem die Baukosten für die Residenz des Bischofs auf 31 Millionen Euro in die Höhe geschnellt sind und die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Strafbefehl wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen gegen Tebartz-van Elst beantragt hat. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz hat sich mehrfach öffentlich vom Gebaren des Limburger Bischofs distanziert.

Man hofft auf eine schnelle Entscheidung

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, hält einen Verbleib von Tebartz-van Elst im Amt inzwischen für unwahrscheinlich. Aber sehr viele befürchteten, dass der Bischof nicht zu dieser Einsicht kommen werde: „Am Ende wird wohl Rom die Entscheidung treffen.“ Glück hofft, dass es im Vatikan schon in der nächsten Woche zu einer klaren Entscheidung kommt. «: «Es ist nicht mehr ein Problem eines Bischofs allein, sondern der katholischen Kirche in ganz Deutschland.». Der Limburger Bischof verfügt dem Bericht zufolge weiterhin über Rückhalt bei einflussreichen Personen der Kurie. Dazu gehört der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller. Dieser hatte Mitte September von einer «Kampagne» gegen Tebartz-van Elst gesprochen und gesagt, dieser bleibe im Amt.

Viele Kirchenaustritte in Limburg

Das Limburger Amtsgericht registrierte in der vergangenen Woche einen sprunghaften Anstieg der Kirchenaustritte im Bistum. An diesem Sonntag wollen sich enttäuschte Katholiken auf dem Limburger Domplatz versammeln, um über einen Neuanfang im Bistum zu sprechen. «Es muss einfach mal ein Forum gegeben werden für die Gläubigen», sagte Pastoralreferent Joachim Schaefer von der katholischen Domkirchengemeinde Wetzlar am Samstag. Die Menschen sollten die Chance bekommen, Wut und Enttäuschung auszudrücken. Auch Gebete sind geplant.

(dpa/fbu)

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