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Radio Hamburg

Nach Limburger Finanzaffäre

Bistum Hamburg ist ein positives Beispiel

Hamburg, 15.10.2013
St. Nikolai Gerüst

Das Hamburger Erzbistum ist ein positives Beispiel für den Umgang mit Finanzmitteln in der Kirche.

Die Finanzaffäre um den Limburger Bischof hat die Öffentlichkeit erschüttert. Wie geht das Bistum Hamburg mit seinen Finanzmitteln um?

Die katholische Kirche in Deutschland ist in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, nachdem ein Neubau am Limburger Bischofssitz mehr als 30 Millionen Euro kosten soll. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird Verschwendung vorgeworfen.

Viele Stimmen fordern aufgrund dieser Verschwendung seinen Rücktritt. Wegen der scharfen Kritik ist der Limburger Bischof nun auch nach Rom gefahren, um mit Papst Franziskus über seine Zukunft zu reden. Der lässt Tebartz van Elst aber anscheinend noch etwas zappeln.

Hamburg ist positives Beispiel

Aber es gibt auch andere Beispiele der Haushaltsführung. Ein Positives ist das Erzbistum Hamburg. Transparenz, Bescheidenheit und Verantwortung stehen im Umgang mit Geld für das Erzbistum an oberster Stelle.

Hamburg legte Geschäftsbericht vor

"Eine solide Haushaltsführung hat oberste Priorität." Zum Beweis dafür habe Hamburg als erste katholische Diözese vor zehn Jahren einen Geschäftsbericht vorgelegt. Er weist für 2012 einen Jahresüberschuss von rund 20 Millionen Euro aus, der für die katholischen Schulstandorte eingesetzt werden sollte.

Sparsames Wirtschaften

Das Erzbistum Hamburg war 1995 neu gegründet worden, oberster Würdenträger ist seit 2003 Erzbischof Werner Thissen. Die Diözese ist flächenmäßig die größte in Deutschland und umfasst neben der Hansestadt auch Schleswig-Holstein und den Landesteil Mecklenburg. "Wir mussten von Anfang an sparsam wirtschaften", berichtete der Sprecher. Das Erzbistum verfüge nicht über große Immobilienvermögen oder großen Grundbesitz. Es hat knapp 400.000 Mitglieder.

Sanierungen in Hamburg

Als das größte bisherige Bauprojekt nannte der Sprecher die Sanierung und teilweise Neugestaltung des Hamburger Mariendoms für 7,8 Millionen Euro aus Spenden, die im Jahr 2008 abgeschlossen wurde. "Instandhaltung ist für uns ein Dauerthema", sagte der Sprecher.

Kosten für Energiesparmaßnahmen

Für energiesparende Gebäudemaßnahmen in den Pfarreien und Gebäuden des gesamten Erzbistums wurde ein eigener Energie-Fonds über 8 Millionen Euro aufgelegt, von dem mehr als die Hälfte der Mittel bisher abgerufen worden sei. Die Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung sind laut Geschäftsbericht 2012 auf 550 000 Euro (2011: 1,7 Millionen) zurückgegangen.

Sanierungen in Hamburg

Im Vorjahr sei das Hamburger Verwaltungsgebäude am Mariendom saniert und umgebaut worden. Bei der Kathedrale hat auch Erzbischof Thissen seine Dienst- und Wohnräume - in einem hanseatisch typischen, mehrgeschossigen Rotklinker-Gebäude. Die Privatwohnung sei 108,64 Quadratmeter groß, berichtete der Sprecher.

Mitarbeitergehälter

Auskünfte zu Gehältern einzelner Mitarbeiter gibt das Erzbistum grundsätzlich nicht. Die Personalaufwendungen insgesamt lagen 2012 bei 32,3 Millionen Euro für 604 Mitarbeiter.

(dpa/kru)

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