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Radio Hamburg

Verdi

Amazon-Mitarbeiter streiken weiter

Leipzig/Bad Hersfeld, 28.10.2014
Amazon, Versandhandel

Der Streik bei Amazon geht in die nächste Runde.

Neuer Streik beim Versandhändler Amazon. Beschäftigte in fünf Auslieferungszentren haben die Arbeit niedergelegt.

Die Beschäftigten des Versandhändlers Amazon haben am Montag (27.10) ihre Arbeit am hessischen Standort in Bad Hersfeld und in Leipzig mit der Nachtschicht niedergelegt. Auch am Dienstag (28.10) haben die Beschäftigten ihre Arbeit an fünf Standorten niedergelegt. 

Keine Auswirkungen auf "Lieferversprechen" 

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in Bad Hersfeld, Leipzig und Graben bis einschließlich Mittwoch (29.10) zum Ende der Spätschicht zum Streik aufgerufen, in Werne soll bis einschließlich Dienstag zum Ende der Spätschicht gestreikt werden.
Ende September hatte Verdi bereits fünf Amazon-Standorte bestreikt und mit Arbeitskampfmaßnahmen im wichtigen Weihnachtsgeschäft gedroht. Amazon hatte betont, die Ausstände hätten aber keine Auswirkungen auf die "Einhaltung des Lieferversprechens" an die Kunden.

Verdi: 1.500 Streikende am Montag

Verdi rechnet damit, dass sich am Dienstag ähnlich viele Mitarbeiter an dem Ausstand beteiligen wie am Montag. In Bad Hersfeld sollen nach Angaben eines Sprechers etwa 500 Beschäftigte die Arbeit niederlegen, in Graben geht Verdi von rund 400 Streikenden aus. In Leipzig rechnet die Gewerkschaft mit etwa 350 Teilnehmern, in Rheinberg und Werne sollen zusammen 500 Mitarbeiter streiken. Nach Angaben von Amazon hatten sich am Montag insgesamt knapp 1.400 Beschäftigte an dem
Ausstand beteiligt.

Tarifvertrag wie im Einzelhandel

Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Online-Versandhändler mit Streiks zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker. Das Unternehmen beschäftigt an bundesweit neun Standorten mehr als 9.000 Mitarbeiter.

(dpa/aba)

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