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Radio Hamburg

Tierquälerei in Bayern

Hühner lebendig in den Müll geworfen

Altötting, 05.09.2013
Vogelgrippe, Hühner, Niedersachsen

In Mastbetrieben werden Hühner oft sehr schlecht behandelt.

Ein großer Hähnchenmastbetrieb aus Bayern ist wegen schwerer Tierquälerei erneut in die Kritik geraten. Wiesenhof hat dem Landwirt gekündigt.

Tierquälerei-Skandal in Bayern: Wegen schwerwiegender Vorwürfe hat der Geflügelproduzent Wiesenhof einem bayerischen Landwirt den Vertrag gekündigt und Strafanzeige gestellt. Wie das Nachrichtenmagazin "Stern" berichtete, habe der Bauer schwächliche Tiere lebendig in den Müll geworfen. Nach eigenen Angaben hatte die Tierschutzorganisation "Soko Tierschutz" heimlich Filmaufnahmen auf dem Hof im Landkreis Altötting gemacht. Der Betrieb war in der Vergangenheit schon einmal auffällig geworden.

Grausame Tierquälerei auf Video festgehalten

Die Filmaufnahmen der Soko Tierschutz zeigen kranke Tiere und Kadaver im Stall. Außerdem wurde der Inhaber gefilmt, wie er ein flatterndes Tier in den Mülleimer wirft. Weitere Aufnahmen zeigen, wie eine Mitarbeiterin versucht, ein zappelndes Tier an einem Eimer totzuschlagen.

"Nach Sichtung des Filmaterials sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die auf dem gezeigten Betrieb durchgeführte Art und Weise der Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren, einen klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht darstellt", teilte eine Wiesenhof-Sprecherin am Mittwoch mit. Die PHW-Gruppe habe daher sofort nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, die Behörden informiert, den Vertrag mit dem Landwirt gekündigt und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein Traunstein gestellt.

Tierschützer sind entsetzt

Friedrich Mülln von der "Soko Tierschutz" sagte, dass auf dem Hof offensichtlich regelmäßig lebende Tiere im Müll landeten. "Wir stellten fest, dass das Wegwerfen von Tieren auf diesem Hof Methode hat." Der Umgang mit den Tieren sei unfassbar. "In diesem Ausmaß habe ich so etwas noch nie erlebt", so Mülln. Seit Ende 2011 hatten die Aktivisten zwölf Hühnchen lebens aus dem Abfallcontainer gerettet. Auf dem Hof lebten etwa 80.000 Tiere. Über den gleichen Hähnchenmastbetrieb habe die "Soko" bereits im Jahr 1999 berichtet. Auch damals hätten die Tierschützer den Betrieb angezeigt und Wiesenhof habe dem Betreiber gekündigt, die Zusammenarbeit aber später wieder aufgenommen, so Mülln. "Wir fordern daher eine harte Strafe nach dem Tierschutzgesetz und ein Tierhalteverbot." Bis zu drei Jahre Haft stehen auf schwere Verstöße gegen das Gesetz. Wiesenhof teilte mit, dass "die vielzähligen internen und externen Kontrollen" in der Vergangenheit keine behördlich festgestellten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ergeben hätten.

(dpa/slu)

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