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Radio Hamburg

Bahn-Sicherheitsbilanz

Weniger Vandalismus aber mehr Übergriffe

Berlin, 09.04.2014
Berliner Hauptbahnhof

Die Deutsche Bahn hat am Mittwoch (09.04) in Berlin die Sicherheitsbilanz für das Jahr 2013 präsentiert.

Licht und Schatten bei der Bahn: Die Deutsche Bahn hat am Mittwoch (09.04) ihren Sicherheitsbericht für das Jahr 2013 vorgestellt.

Konzernsicherheitschef Gerd Neubeck konnte am Mittwoch (09.04) in Berlin einerseits erfreuliche andererseits aber auch bedenkliche Zahlen zur Sicherheit bei der Deutschen Bahn präsentieren. "Auch wenn wir Erfolge verzeichnen, ist jede Straftat bei der Bahn eine zu viel", sagte Gerd Becht, der für die Konzernsicherheit zuständige Konzernvorstand bei der Präsentation der Zahlen.

14.600 Fälle von Körperverletzung

Auf den Bahnhöfen und in den Zügen der Bahn gab es im Jahr 2013 insgesamt 14.600 Fälle von Körperverletzungen, was im Schnitt 40 Fälle pro Tag sind. Die Zahl blieb damit nahezu unverändert. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor am Wochenende und bei Großveranstaltungen. Sicherheitschef Neubeck beschwichtigte jedoch und erklärte, dass Bahnhöfe weit mehr Sicherheit bieten würde als andere Orte im öffentlichen Raum. 40 Taten bei 7,4 Millionen Reisenden am Tag seien ein sehr niedriges Niveau.

Mehr Übergriffe auf Bahn-Mitarbeiter

Sehr besorgt zeigt sich die DB über die Zunahme von Körperverletzungen gegenüber Mitarbeitern der Deutschen Bahn auf 1.200 Fälle im letzten Jahr. Das ist ein Plus von 20 Prozent. Davon betroffen sind zu zwei Dritteln Sicherheitskräfte. "Unsere Kollegen sind kein Freiwild", sagte Konzernvorstand Gerd Becht zu der Entwicklung, die er als "absolut inakzeptabel" beschrieb.

Weniger Buntmetalldiebstähle

Durch den verstärkten Einsatz von Sicherheitsteams kann die Deutsche Bahn Erfolge im Kampf gegen den Diebstahl von Buntmetall wie Kupfer, Bronze und Aluminium vermelden. Zwar ist bei der Bahn die Zahl der Diebstähle von Buntmetall mit 1.750 Delikten rund 40 Prozent geringer als im Vorjahr, jedoch blieb der Schaden für das Unternehmen mit 17,8 Millionen Euro nahezu konstant. Auch für die Fahrgäste hat der Diebstahl von Weichen, Schienen, Kabeln und anderen Metallteilen unangenehme Folge. Rund 10.000 Züge konnten Ihr Ziel nicht rechtzeitig erreichen. Die Zahl der Verspätungen konnte jedoch um 45 Prozent reduziert werden.

Geringere Schäden durch Vandalismus

In Städten konnte die Bahn durch die höhere Präsenz von Bahn-Mitarbeitern die Schäden durch Vandalismus und Graffiti verringern. Die Zahl der Fälle mutwilliger Zerstörung von Aufzügen oder beschädigten Sitzen sei 2013 um 30 Prozent auf 27.000 gesunken, so Neubeck. Die Reparaturarbeiten kosteten den Konzern allerdings immer noch 30 Millionen Euro, was ein Minus von 10 Prozent zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Bei Aufbrüchen von Fahrkartenautomaten musste das Unternehmen allerdings einen Anstieg von 20 Prozent auf 560 Fälle hinnehmen.

Hausfriedensbruch nimmt zu

Gerd Neubeck erklärte weiter, dass man durch die vermehrten Streifen von Bahn-Sicherheitsteams auch mehr Fälle von Hausfriedensbruch festgestellt habe. Satte 70 Prozent mehr als im Jahr 2012 auf 6.100 Fälle gab es im Jahr 2013. Neubauer machte allerdings deutlich, dass der Anstieg vor allem daher rühre, dass man deutlich härter durchgreifen würde und Verstöße gegen die Hausordnung schneller und härter ahnden würde.

Hoher Aufwand für Sicherheit

Für die Sicherheit in Bahnhöfen und Zügen setzt die Deutsche Bahn insgesamt 3.700 Sicherheitskräfte ein. Die Ausgaben für Sicherheit belaufen sich pro Jahr auf rund 160 Millionen Euro.

(dpa/san)

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