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Radio Hamburg

Bundeskartellamt

Hohe Bußgelder für Bier-Brauereien

Bonn, 02.04.2014
Bundeskartellamt in Bonn

Die deutschen Brauereien müssen wegen illegaler Preisabsprachen empfindliche Strafen zahlen.

Wegen verbotener Preisabsprachen auf dem deutschen Biermarkt hat das Bundeskartellamt für mehrere Brauereien hohen Strafen verhängt.

Mittwoch (02.04) teilte das Bundeskartellamt in Bonn mit, dass man die Brauereien der Radeberger-Gruppe (Jever) sowie der Carlsberg-Gruppe (Holsten, Astra) und mehrere regionalen Brauereien wegen Preisabsprachen und der damit verbundenen Manipulation des Biermarktes zu hohen Bußgeldern verdonnern werde.

Preiserhöhungen abgesprochen

Nach Ermittlungen der Wettbewerbsbehörde hat die Branche bei persönlichen und telefonischen Kontakten Preiserhöhungen für Fass-und Flaschenbier abgesprochen. Insgesamt beläuft sich die Höhe der Strafen auf satte 231,2 Millionen Euro. Bereits im Januar hatte das Amt Strafen in Höhe von 106,5 Millionen Euro verhängt. Betroffen damals waren unter anderem Bitburger, Krombacher, Veltins und Warsteiner. Mit insgesamt fast 340 Millionen Euro an Forderungen gegen elf Unternehmen, den Verband und persönliche Verantwortliche, ist dies eine der höchsten Strafen in der Geschichte des Kartellamtes. Bei einem Gesamtumsatz von über sieben Milliarden Euro seien diese hohen Bußgelder "angemessen und notwendig, um eine wirkungsvolle Ahndung zu erreichen", sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. Ausgelöst wurde das Verfahren durch Informationen des ebenfalls am Kartell beteiligten Beck's-Herstellers "Anheuster-Busch", der nun als Kronzeuge ohne Strafe davonkommt.

Ein Euro mehr pro Kasten

Durch die Preisabsprachen sollen Verbraucher über 400 Millionen Euro zu viel bezahlt haben. Von einem Euro, der pro Kasten zu viel bezahlt wurde, ist die Rede. Hoffnung, dass die Bierpreise nun allerdings sinken werden, dürfen sich Verbraucher laut Experten wegen Überkapazitäten und einem gleichzeitigen Umsatzrückgang aber nicht machen.

Hamburger Brauereien wehren sich

Beschuldigt werden auch die Hamburger Astra- und Holsten-Brauereien, die zur Carlsberg-Gruppe gehören. Diese wehren sich heftig gegen die Vorwürfe aus Bonn und beteuern nicht an den verbotenen Preisabsprachen beteiligt gewesen zu sein. "Wir bestreiten die Vorwürfe mit Nachdruck", so ein Sprecher der Bier-Gruppe am Mittwoch (02.04) in Hamburg. Außerdem kündigte Carlsberg Deutschland an, gegen den Bußgeldbescheid bei Gericht Einspruch einlegen zu wollen. Zu insgesamt 62 Millionen Euro Strafzahlungen wurde die Brauerei-Firma für Preisabsprachen im Jahr 2007 verurteilt. Auch die Radeburger-Gruppe will gegen die empfindlichen Strafen vorgehen.

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(dpa/san)

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