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Radio Hamburg

Pisa-Studie

Deutschland nur Durchschnitt

Berlin, 01.04.2014
RHH - Expired Image

Nach der neusten Pisa-Studie landen deutsche Schüler nur im Mittelfeld.

Nach der neuen Pisa-Studie sind Deutschlands Schüler im kreativen Lösen von Problemen im internationalen Vergleich nur leicht besser als der Durchschnitt.

Mit dem fünften Pisa-Schulvergleich gab es am Dienstag (01.04) in Berlin erneut Zensuren für das deutsche Bildungswesen. Wirklich gute Noten sehen allerdings anders aus. Gerade mal befriedigend bis ausreichend waren die Leistungen deutscher Schüler im kreativen Lösen von alltäglichen Problemstellungen.

Um die Ecke denken können

Gefragt wurde von der "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (OECD) wie gut 15-jährige Schüler am Ende der Pflichtschulzeit im Lösen von alltäglichen Problemen wie dem Kauf eines Zugtickets oder dem Bedienen von Klimaanlagen sind. Die gestellten Aufgaben waren absichtlich jenseits des erlernten Schulwissens, um abfragen zu können, wie gut die Schüler im "Problemlösen" und im "um die Ecke denken können" sind. In dem Test ging es damit eher um Methoden- als um Fachwissen.

Deutsche Schüler nur Durchschnitt

Die Ergebnisse der internationalen Pisa-Vergleichs sind bedenklich. Zwar sind die deutschen Schüler unter 44 Ländern und 85.000 Befragten auf den Rängen 12 bis 21 über dem OECD-Durchschnitt und noch vor den Ländern USA und Belgien, blieben jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nach den guten Pisa-Ergebnissen des Vorjahres hatte man sich in Berlin mehr von der Studie erhofft. Spitzenreiter der Studie sind Singapur, Korea und Japan.

20 Prozent mit alltäglichen Problemen überfordert

Vor allem eine Zahl gibt Grund zur Beunruhigung. So erreicht fast ein Fünftel der Schüler nicht einmal das sogenannte "Basisniveau". Dieses beschreibt das Lösen sehr einfacher alltäglicher Aufgaben, die wenig bis kein Vorausdenken erfordern, wie zum Beispiel das günstigste Möbelstück aus einem Katalog auszuwählen. In Japan oder Korea, den Gewinnern der Studie, erreichen weniger als sieben Prozent der Schüler nicht das Basisniveau.

Auch in Deutschland Spitzenwerte

13 Prozent der deutschen 15-Jährigen konnten dagegen Spitzenergebnisse erzielen. In Japan sind dies dagegen mehr als 20 Prozent der Befragten. Auffällig ist, dass darunter deutlich mehr Jungen (60 Prozent) als Mädchen (40 Prozent) sind. Die Forscher erklären diesen Geschlechterunterschied mit der besseren Problemlösungskompetenz von Jungen, das auf ein besseres Verständnis von Mathematik und logischem Denken zurückgeht.

Geringer Einfluss des Elternhauses

Einen Trend des deutschen Bildungswesens konnte die mittlerweile fünfte Pisa-Studie nicht bestätigen. So hat das Elternhaus, auch sozio-ökonomischer Status genannt, keinen entscheidend Einfluss auf den Erfolg der Schüler, was das Problemlösen anbelangt. So erzielen Kinder von wohlhabenden Akademikern keine besseren Ergebnisse als Arbeiterkinder. Die Forscher erklären sich dies damit, dass verschiedene soziale und kulturelle Umgebungen gleichermaßen die Problemlösungs-Kompetenz trainieren können.

Schwache Schüler kaum gefördert

Im Vergleich zur ersten Pisa-Studie konnten die Forscher festhalten, dass ohnehin schon gute Schüler, meist aus Gymnasien, gut abschnitten und schwache Schüler dementsprechend schlecht. Die Bildungsforscher schließen daraus, dass schwachen Schüler anscheinend nicht genug unterstützt werden würden und die Schüler bei besserer Förderung auch bessere Noten erzielen könnten.

(dpa/ san)

 

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