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Radio Hamburg

Edeka-Marke "Gutfleisch"

Schweinbehandlung jetzt dokumentiert

Kiel/Neumünster , 11.08.2014
Edeka, Hamburg, Zentrale

Die Tierschutzorganisation "Animal Equality" hat Schweinemästereien Missstände dokumentiert. Angeblich sollen sie Tiere eines Edeka-Zulieferers zeigen.

 

Die Tierschutzorganisation "Animal Equality" hat Missstände in Schweinemästereien dokumentiert. Edeka leitet interne Prüfung ein.

Nach Berichten über Missstände in Schweineställen sind mehrere Strafanzeigen gestellt worden. Die Tierschutzorganisation "Animal Equality", die die im NDR gezeigten Aufnahmen heimlich in fünf Schweinemästereien gemacht hatte, hat gegen diese Betriebe Strafanzeige gestellt. Die Bilder zeigten unter anderem mutmaßliche Verstöße gegen die Tierschutznutztierverordnung, teilte "Animal Equality" am Montag (11.08) mit.

Anzeigen an die Staatsanwaltschaften Itzehoe

Die Betriebe belieferten den Angaben zufolge unter anderem Edeka für das Markenprogramm "Gutfleisch". Auch die zuständigen Veterinärämter wurden wegen Nichteinschreitens angezeigt. Die Anzeigen gingen am Montag (11.08) per Fax und Post an die Staatsanwaltschaften Itzehoe und Kiel. In beiden Behörden konnte der Eingang zunächst nicht bestätigt werden.

Edeka leitet interne Prüfung ein

Edeka Nord distanzierte sich am Montag (11.08) erneut von den Aufnahmen. Es handele sich bei den Zuständen um nicht tolerable Gesetzesverstöße. "Eine schnelle und vollständige Aufklärung der aktuellen Vorwürfe ist für uns von oberster Priorität", hieß es in einer Stellungnahme. Eine umfassende interne Prüfung sei eingeleitet und Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden.

Betriebe immer noch unbekannt

"Wir wissen immer noch nicht, um welche fünf Betriebe es sich handelt", sagte eine Sprecherin von Edeka Nord. Sie wies noch einmal darauf hin, dass es sich nicht um Unternehmenseigene Betriebe handelt. Edeka unterhalte keinerlei eigene landwirtschaftliche Betriebe. Vielmehr handele es sich um eigenständige Landwirte, die Edeka im Rahmen des Gutfleisch-Programms belieferten.

Edeka von "Animal Equality" enttäuscht

Irritiert zeigte sich Edeka davon, dass "Animal Equality" die Aufnahmen monatelang zurückgehalten und weder die Behörden noch Edeka informiert habe. Die Bilder wurden bereits im März und Juni gemacht. Ein Sprecher der Organisation verteidigte das Vorgehen: Oft würden Anzeigen aufgrund von Tierschutzverstößen fallen gelassen. "Erst durch den Druck, der durch die mediale Berichterstattung entstanden ist, sehen wir eine realistische Chance, dass die Staatsanwaltschaft aktiv wird."

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(dpa/mej)                           

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