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Radio Hamburg

"The Cut"

Film von Fatih Akin von Türkei kritisiert

Hamburg, 06.08.2014
Fatih Akin - Ausstellung "Vertraute Fremde"

Fatih Akin wollte zunächst den Mord an Hrant Dink, ein türkischer Redakteur mit armenischer Abstammung, thematisieren.

Fatih Akin erzählt in seinem neuen Film über einen Armenier, der die Massenmorde von 1915 überlebt. Das stößt bei der Türkei auf Ablehnung.

Lange Zeit wusste man nichts über die Geschichte von Fatih Akins neuem Film "The Cut", der Ende August bei den Filmfestspielen in Venedig sein Debüt feiert. Doch nun wurde der grobe Verlauf des Films bekannt, der besonders in der Türkei auf Ablehnung stößt.

Keiner wollte die Rolle übernehmen

Eigentlich wollte Akin einen Film über den Chefredakteur der türkisch-armenischen Wochenzeitung "Agos", Hrant Dink, drehen, der im Jahr 2007 tagsüber auf offener Straße von einem Jugendlichen erschossen wurde. Das Problem stellte sich bei der Suche geeigneter Schauspieler dar, die die Rolle übernehmen sollten. Fatih Akin wollte unbedingt einen Darsteller türkischer Abstammung, doch nachdem die Bewerber das Drehbuch gelesen hatten, lehnten sie die Rolle ab. Merkwürdig, gilt Hrant Dink doch auch noch nach seinem Tod als jemand, der für die Versöhnung zwischen der Türkei und Armenien war. Doch die möglichen Kandidaten für die Hauptrolle sagten aus Angst vor der Reaktion von Ultranationalisten ab.

"The Cut" thematisiert Völkermord

Statt der filmreifen Geschichte von Hrant Dink, entschied sich der Regisseur für ein anderes Filmprojekt und thematisiert in "The Cut" nun die im Jahr 1915 stattgefundenen Massenmorde an Armeniern. In dem Film überlebt ein Armenier den Völkermord und macht sich auf nach Amerika, wo er seine Töchter sucht. Tahar Rahim, ein französischer Schauspieler algerischer Abstammung stellt den suchenden Armenier dar.
Doch in der Türkei stößt auch dieser Film auf Ablehnung. Grund hierfür ist die Thematisierung der Massenmorde der Armenier, die laut der Türkei ein Resultat der Kämpfe während der Kriegs waren, und nicht – wie ihnen unterstellt wird – gezielte Angriffe waren.

Daher werde man laut mehreren Zeitungsberichten den Film "The Cut" in der Türkei nicht öffentlich zeigen.

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