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Radio Hamburg

Nach Nackt-Protest

Femen-Aktivistin muss Geldstrafe zahlen

Köln, 03.12.2014
RHH - Expired Image

Letztes Jahr an Weihnachten ist die Femen-Aktivistin Josephine Witt nackt im Kölner Dom auf den Altar gesprungen. Jetzt muss sie 1200 Euro Strafe dafür zahlen. 

Femen Aktivistin Josephine Witt war am 25. Dezember während des Gottesdienstes barbusig auf den Altar des Kölner Doms gesprungen und musste sich am Mittwoch (03.12) deshalb vor Gericht verantworten. Sie selbst sieht in der Aktion nichts Anstößiges. "Ich stand da, wie Gott mich schuf." Jetzt wurde sie wegen der groben Störung der Religionsausübung zu einer Strafe von 1200 Euro verurteilt. Ihre Motivation war politisch: Kardinal Joachim Meisner habe sich mehrfach abfällig über Frauen geäußert, Abtreibung sogar mit dem Holocaust verglichen.

"Keine Leichen im Keller"

Mit der Parole "I am god" (Ich bin Gott) auf der Brust sprang die Hamburgerin bei der Weihnachtsmesse auf den Altar. Im Gerichtssaal wirkt sie dagegen souverän, die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, lächelt. Auch in ihrer Biografie gab es bisher keine Auffälligkeiten. Sie studiert Zahnmedizin, hatte weder Probleme mit den Eltern noch in der Schule. "Keine Leichen im Keller", wie sie selbst betont. Die Aktivistinnen der Frauenrechtsgruppe Femen haben das Verfahren mit dem Prozess gegen die Band Pussy Riot verglichen, die in Russland wegen eines Kirchenprotests inhaftiert worden war, doch die Assoziationen im Gerichtssaal sind andere.

Zufrieden nach der Verhandlung

Nach der Verhandlung lächelt sie noch immer. Die selbe Aktion würde sie nicht noch einmal machen, aber wäre in jedem Fall zu Ähnlichem bereit. "Ich fänd's langweilig, diesen gleichen Protest noch einmal zu machen." Sie hat in der Verhandlung viel von den Medien gesprochen, die bräuchten eindrucksvolle Bilder. Und vor allem immer wieder was Neues. Der Richter habe es ihr wohl verübelt, dass sie sich nicht entschuldigt habe, sagt sie. "Ich denke, dass ich ordentlichen Mut bewiesen habe." 

(dpa/asc)

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