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Radio Hamburg

Öko-Netzausbau

Stromtrasse soll in den Untergrund gelegt werden

Berlin, 08.02.2014
RHH - Expired Image

Die geplante Stromtrasse wird möglicherweise unter die Erde gelegt.

Mehrere Politiker stellen sich gegen die Ökostrom-Reform von Sigmar Gabriel. Möglicherweise wird die Trassenführung in den Untergrund gelegt.

Führende CDU-Politiker stellen sich gegen ein Kernstück der Ökostrom-Reform von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Um die Verbraucher vor Preissprüngen zu schützen, will Gabriel eine Solidarabgabe bei Unternehmen und Bürgern erheben, die ihren Strom selbst erzeugen - und daher keine Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien bezahlen. Unternehmen, die schon in der Eigenstromerzeugung sind, sollten nicht zur Kasse gebeten werden. Heftig umstritten bleibt auch der Bau neuer Höchstspannungstrassen. Angesichts hoher Energiepreise wächst die Zahl der Unternehmen, die durch Kraftwerkskäufe oder Solardächer sich selbst mit Strom versorgen. Durch ihr Ausscheiden aus dem Fördersystem steigen aber die per Umlage auf die Strompreise abgewälzten Kosten für die anderen Verbraucher. Diese Unternehmen sollen deshalb mindestens einen Cent je Kilowattstunde zahlen, neue Strom-Selbstversorger sogar über fünf.

Widerstand gegen Trassenführung

In Bayern regt sich großer Widerstand gegen die Trassenführung. Oettinger hatte einen schnellen Bau der Leitungen angemahnt. Die für die Steuerung des Ausbaus zuständige Bundesnetzagentur hatte zudem entgegen Seehofers Argumentation betont, es gebe trotz der geplanten Reform mit einer Drosselung des Windenergie-Ausbaus keinen Bedarf für eine "grundsätzliche Strukturänderung" der Ausbaupläne. Unter anderem Energiekommissar Oettinger (CDU) hatte Seehofer zum Einlenken aufgerufen und die Notwendigkeit der Trassen betont. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kritisierte Seehofer. "Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein südliches Bundesland, welches eben keine Meeresküste hat, ganz auf Windstrom verzichten will. Was ist denn dann die Alternative?"

Neue Erdkabel verlegen

Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) regte an, die Trassen teilweise in die Erde zu legen. Erdkabel sollten "dort ermöglicht werden, wo Bevölkerung und Landschaftsbild besonders beeinträchtigt werden", sagte er der «Passauer Neuen Presse». "Das wäre zwar deutlich teurer. Aber die Kosten sollten tragbar sein, wenn man die Kabel lediglich in der Nähe von Siedlungsgebieten unter der Erde verlegen würde." Insgesamt wurden 2013 von Bundestag und Bundesrat im Bundesbedarfsplangesetz 36 vordingliche Projekte beschlossen, auch mit Stimmen der CSU. Vom Norden und Osten sind in diesem Rahmen drei große Trassen in den Süden geplant, die längste soll der insgesamt 800 Kilometer lange "SuedLink" werden. Er soll von Schleswig-Holstein nach Bayern führen. Als zweites Großprojekt ist eine 450 Kilometer lange Trasse zwischen Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) und Meitingen (Bayern) geplant. Das dritte Großprojekt ist eine Trasse von Emden über Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach Philippsburg in Baden-Württemberg - noch ohne Vorschläge für den genauen Verlauf.

(dpa/fbu)

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