Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Vertrauenskrise

ADAC-Präsident Meyer tritt zurück

München, 10.02.2014
ADAC, Hubschrauber, Luftrettung

Der ADAC steckt weiter tief in der Krise.

Beim ADAC bestätigt eine externe Prüfung die schlimmste Befürchtung: Auch an der Platzierung beim Autopreis "Gelber Engel" wurde gedreht.

Die Vertrauenskrise beim ADAC hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der ADAC-Autopreis "Gelber Engel" war einem externen Prüfbericht zufolge noch stärker manipuliert als anfangs angenommen. Der Präsident des Clubs, Peter Meyer, trat am Montag zurück - und kam damit laut ADAC seinem Rauswurf zuvor. Neben der Teilnehmerzahl sei bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen in diesem Jahr auch die Rangfolge gefälscht worden, teilte der ADAC unter Berufung auf die Prüfung der Unternehmensberatung Deloitte am Montag mit. Es gebe zudem Anhaltspunkte dafür, dass auch in den Vorjahren ähnliche Veränderungen vorgenommen worden seien. Die genauen Ergebnisse für die Wettbewerbe der Jahre 2005 bis 2013 werden
voraussichtlich in der kommenden Woche kommuniziert.

Glaubwürdigkeit verloren

Für 2014 ist die Botschaft klar: Die Ergebnisse wurden verfälscht. Warum die Platzierung geändert wurde, erklärten die Wirtschaftsprüfer nicht. Der ADAC kündigte an, die Auszeichnung "Gelber Engel" werde es nicht länger geben. Porsche, VW, Daimler und BMW wollen sämtliche Auszeichnungen der vergangenen Jahre zurückgeben. "Durch die nun nachgewiesenen Manipulationen bei der Stimmenauswertung hat der "Gelbe Engel" des ADAC seine Glaubwürdigkeit verloren", hieß es bei
BMW. Ein VW-Sprecher sagte, der Konzern begrüße die Aufklärungsarbeit
des ADAC zu den Geschehnissen. "Die Manipulationen bei der Leserwahl zum "Lieblingsauto 2014" sind ein schwerer Schlag für den gesamten ADAC. Wir sind fassungslos, dass dies in unserem Haus passieren konnte", sagte ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair, der ebenfalls in der Kritik steht.

Meyer kommt Suspendierung zuvor

"Wir verstehen den Unmut der Automobilhersteller und der Öffentlichkeit und bedauern zutiefst, dass wir mit den jetzt bewiesenen Manipulationen sehr viel Vertrauen verloren haben. Dafür möchten wir uns bei unseren Mitgliedern, den ADAC Mitarbeitern sowie den betroffenen Automobilherstellern in aller Form entschuldigen." Präsident Meyer war laut Präsidium und Verwaltungsrat mit dem Rücktritt seiner Suspendierung zuvorgekommen. Damit übernehme er die politische Verantwortung für die zahlreichen Vorwürfe gegen den Verein. Meyer wies das über seinen Regionalclubs Nordrhein zurück, an dessen Spitze der 64-Jährige bleibt. Schließlich entscheide das Präsidium stets gemeinsam und mehrheitlich. Zudem habe es gar keinen
Beschluss für eine Amtsenthebung gegeben, ein solches Verfahren könne nur auf Antrag des Generalsyndikus beschlossen werden. Meyer hatte bisher einen Rücktritt ausgeschlossen. 

(dpa/lhö)

comments powered by Disqus