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Radio Hamburg

ADAC manipuliert

Kommunikationschef legt Amt nieder

München, 19.01.2014
RHH - Expired Image

ADAC gibt Manipulation bei der Verleihung des "Gelben Engel" zu.

Michael Ramstetter, Kommunikationschef und Chefredakteur der Mitgliederzeitschrift "Motorwelt" übernimmt Verantwortung für Manipulation.

Der ADAC steht eigentlich für schnelle Hilfe und vertrauenswürdige "Gelbe Engel". Doch nun rütteln Manipulationsvorwürfe an dem Image des Automobilclubs.

Rücktritt Michael Ramstetter

Bei der Leserwahl des "Lieblingsauto" im Rahmen der Verleihung des ADAC Mobilitätspreises "Gelber Engel" wurde manipuliert. Zu diesem Geständnis hat sich nach vorangegangenen Spekulationen nun ADAC Kommunikationschef und Motorwelt-Chefredakteur Michael Ramstetter gerungen. Für das fehlerhafte Verhalten übernimmt er nun dafür die alleinige persönliche Verantwortung. Als Konsequenz daraus legt Ramstetter mit sofortiger Wirkung sämtliche Funktionen und Aufgaben im ADAC nieder.

Manipulation zunächst abgestritten

Bei der Wahl des "Lieblingsauto" wurde nach Angaben des ADAC die absolute Zahl der abgegebenen Stimmen, nicht aber die Rangfolge der Ergebnisse verschönert. Noch am vergangenen Donnerstag (16.01.) hatte der Automobilclub die Vorwürfe der Manipulation zurückgewiesen, ordnete jedoch eine lückenlose interne Prüfung der Vorwürfe an. Noch vor Abschluss dieser Untersuchungen räumte Ramstetter seinen persönlichen Fehler ein.

Ramstetter übernimmt alleinige Verantwortung

Weder die Geschäftsführung, noch das Präsidium des ADAC sollen von der Manipulation gewusst haben. Ausschließlich Ramstetter  zieht sich aus seinem Amt zurück.

Nach Aufklärung der Vorwürfe wies der ADAC darauf hin, dass ausschließlich die Kategorie "Lieblingsauto", die von den Lesern bestimmt wird, betroffen sei. Um das verlorene Vertrauen der Leser zurück zu gewinnen, soll bei der Wahl des "Gelben Engel" 2015 ein notariell überwachtes Verfahren entwickelt werden.

(dpa/vun)

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