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Radio Hamburg

Vereinsspitze reagiert

Reform beim ADAC angekündigt

München, 29.01.2014
ADAC, Hubschrauber, Luftrettung

Immer mehr Skandale kommen beim ADAC ans Licht. Jetzt reagiert die Vereinsspitze und will sich komplett neu aufstellen.

Eine manipulierte Autowahl und zweifelhafte Hubschrauberflüge des Präsidiums. Nun reagiert die Vereinsspitze: Sie will den Club neu aufstellen.

Der ADAC kommt nicht aus den Schlagzeilen und will sich deshalb jetzt ganz neu aufstellen. Unabhängige externe Fachleute sollten die Neuausrichtung mitgestalten. Nach dem Skandal um Manipulationen bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" waren in den vergangenen Tagen immer weitere Ungereimtheiten beim ADAC bekanntgeworden. Die Struktur des Autoclubs und seiner wirtschaftlichen Aktivitäten will Präsident Meyer nun überprüfen lassen. In einer außerordentlichen Hauptversammlung, der ersten seit 66 Jahren, soll die Neuausrichtung beschlossen werden.

Reise in den Urlaub finanziert

Bundesverbraucherminister Heiko Maas (SPD) sprach von einem "notwendigen ersten Schritt" zur Rückgewinnung verlorenen Vertrauens. "Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass Produkttests und Umfragen nicht manipuliert werden", sagte Maas. Details zum Fall einer ehemaligen ADAC-Führungskraft, die einen Angehörigen in einem Rettungsjet des Clubs mitfliegen ließ, sind seit Mittwoch (29.01) bekannt. Demnach ließ die Managerin ihren Sohn und einen Freund im August 2012 mit einer ADAC-Rettungsmaschine mit intensivmedizinischen Geräten fliegen, weil die beiden jungen Männer ihren Abflug zum Taucherurlaub nach Ägypten verpasst hatten. Dem Bericht zufolge unterschrieb die Frau später einen Auflösungsvertrag. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" haben 46 Prozent der Deutschen eher geringes (29) oder sehr geringes Vertrauen (17) in den ADAC. Hingegen äußerten 44 Prozent eher großes (33) oder sehr großes (11) Zutrauen.

Sieben Prozent der Mitglieder wollen den ADAC verlassen

Auch die Kritik an der Nutzung der Hubschrauberflotte des Vereins geht weiter: Der ADAC bestätigte einen "Stern"-Bericht, wonach auch die Vorsitzenden der ADAC-Regionalclubs mit den Rettungshubschraubern in die Luft gegangen sind. Dies sei aber ausschließlich im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit bei Veranstaltungen geschehen, sagte eine Sprecherin. Bislang hatte der ADAC rund 30 Helikopterflüge von Präsidiumsmitgliedern in den vergangenen Jahren eingeräumt. Die neu bekanntgeworden Flüge der ADAC-Regionalchefs sind laut ADAC nur bei Fachtagungen oder beispielsweise Tagen der offenen Tür von Rettungsstationen erfolgt. Der "Stern"-Umfrage zufolge überlegen 7 Prozent der Mitglieder, den Pannendienst zu verlassen. Hochgerechnet auf die rund 19 Millionen Mitglieder wären das etwa 1,3 Millionen. 60 Prozent aller Befragten würden befürworten, wenn sich der Verein künftig überwiegend auf den Pannendienst konzentrieren würde. Allerdings wollen rund zwei Drittel der Bürger auch, dass sich der Club weiterhin gelegentlich in die Politik einmischt.

(dpa/fbu)

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