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Radio Hamburg

Schwierige Rettung

Höhlenforscher in 1000 Meter Tiefe gefangen

Marktschellenberg, 10.06.2014
RHH - Expired Image

In den bayrischen Alpen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit bei der Rettung eines schwer verletzten Höhlenforschers.

Fast tausend Meter tief im Gestein der bayrischen Alpen muss ein schwer verletzter Höhlenforscher in der Dunkelheit ausharren und auf Rettung hoffen.

Gefangen in rund 1.000 Meter Tiefe wartet ein schwer verletzter Höhlenforscher in den bayerischen Alpen bei Berchtesgaden auf seine Rettung. Am Montagvormittag (09.06) gelang es Helfern erstmals, den in der Riesending-Schachthöhle eingeschlossenen Mann zu erreichen.

Höhlenforscher schwer verletzt

Nach Polizeiangaben gibt es bei der Rettung jedoch Probleme, da der Mann im Moment nicht transportfähig sei. Der Höhlenforscher aus dem Raum Stuttgart war am Sonntag (08.06) mit zwei Begleitern in rund 1.000 Metern Tiefe in der tiefsten und längsten Höhle Deutschlands unterwegs, als es plötzlich zu einem Steinschlag kam. Dabei wurde er schwer verletzt, er konnte die Höhle nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. Einer der Begleiter war daraufhin zurück geklettert, um Alarm zu schlagen, der andere war bei dem Verletzten geblieben.

Problematische Rettungsaktion

An der Rettungsaktion sind rund 200 Helfer beteiligt. Laut Bergwacht ist der Rettungseinsatz äußerst schwierig und kann nur von Experten auf dem Gebiet der Höhlenrettung bewältigt werden. Bei dem schwer verletzten Mann handelt es sich nach Angaben eines Kollegen um einen Höhlenforscher aus dem Raum Stuttgart.

Zustand besser als gedacht

Der Zustand des Höhlenforschers ist wohl besser als zunächst gedacht. Der 52-jährige Stuttgarter sei dauerhaft ansprechbar und in der Lage, kurze Zeit zu stehen, sagte am Dienstagmorgen (10.06) ein Sprecher der Bergwacht Chiemgau. Zuvor waren die Helfer davon ausgegangen, dass der Mann nur liegend transportiert
werden könnte.

Blutende Kopfverletzung

In der Nacht kehrten die ersten Helferteams aus der Höhle zurück und lieferten weitere Informationen zum Zustand des Mannes. Demnach erlitt der 52-Jährige bei einem Steinschlag eine blutende Kopfverletzung. Ein Expertenteam aus der Schweiz, das seit Montagabend in der Riesending-Schachthöhle unterwegs ist, soll in den nächsten Stunden bei dem Verletzten ankommen.

Rettung bis Ende der Woche

Der verletzte Höhlenforscher in den Berchtesgadener Alpen soll bis Ende der Woche gerettet werden. Nach Angaben der Bergwacht Bayern gehen die Retter von ungefähr drei bis fünf Tagen für die Aktion aus. Der 52-jährige Stuttgarter soll etappenweise zu den fünf Biwakstationen gebracht werden, die in der Riesending-Schachthöhle auf dem Weg nach oben eingerichtet wurden.

Tiefste Höhle Deutschlands

Die Riesending-Schachthöhle ist die tiefste und längste Höhle Deutschlands. Das gigantische Gangsystem umfasst eine Länge von 19,2 Kilometern und ist 1148 Meter tief. Der Eingangsschacht war im Rahmen einer Plateau-Vermessung bereits im Jahr 1995 entdeckt worden, blieb jedoch im Schatten anderer Projekte bis 2002 nahezu unbeachtet.

(dpa/san/mgä)

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