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Radio Hamburg

Lebensmittelskandal

Normale Eier als Bioware ausgegeben

Rostock, 23.03.2014
Ei, Eier, Huhn, Hühner, Eierkarton

Sind möglicherweise Millionen von falschen Bio-Eiern in die Geschäfte gelangt?

Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern steht im Verdacht Millionen herkömmliche Hühnereier als Ökoware ausgegeben zu haben.

Ein neuer Lebensmittelskandal scheint sich in Norddeutschland zusammenzubrauen, in dessen Zentrum mehrere Landwirtschaftsbetriebe aus Mecklenburg-Vorpommern stehen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen die Betreiber, die angeblich Millionen von Eiern illegal als Öko-Eier in den Handel gebracht haben sollen.

14 Höfe betroffen

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" den Verdacht und erklärte, dass es momentan vier Ermittlungsverfahren geben würde, die sich auf einen Erzeugerzusammenschluss aus 14 Höfen und deren gemeinsamen Geschäftsführer konzentrieren würden. Die vermeintlichen Bio-Hennen hätten in den verdächtigen Betrieben nicht den vorgeschriebenen Auslauf, weshalb nun wegen Betrugs und Verstoß gegen das Ökolandbaugesetz gegen die Höfe ermittelt wird.

80 Millionen Eier

Mit einer Jahresproduktion von etwa 80 Millionen Eiern ist die Gruppe einer der größten Erzeuger von Bio-Eiern in Deutschland. Möglicherweise hat ein Großteil dieser Eier illegalerweise seinen Weg als Ökoware in die Regale gefunden. Neben den Höfen steht zudem auch eine Kontrollstelle im Zentrum der Ermittlungen. Mit laschen Prüfungen und Kontrollen hat die Prüfeinrichtung möglicherweise die falsche Etikettierung der Eier unterstützt.

Skandal durch Luftbilder aufgedeckt

Laut dem "Spiegel" war ein aufmerksamer Bürger maßgebend an der Aufdeckung des Schwindels beteiligt, indem er Luftaufnahmen von den Höfen ausgewertet und auf die Zahl der dort untergebrachten Hühner umgelegt hatte. Dabei stellte die Person fest, dass dort zu viele Hühner auf engem Raum gehalten werden, und verständigte daraufhin die Behörden.

Strenge Richtlinien

Damit ein Ei als ein Bio-Ei vermarktet werden darf, muss der zuständige Betrieb hohe Auflagen zum Wohl der Tiere erfüllen. Jedes Tier muss laut Öko-Verordnung mindestens vier Quadratmeter Auslauf haben. Bei der Bodenhaltung sind es nur 0,11 und bei der Käfighaltung sogar nur 0,055 Quadratmeter. Wird dies umgangen, kann das bei einem Stall mit 24 000 Hühnern laut «Spiegel» einen illegalen Gewinn von fast einer Million Euro pro Jahr einbringen, da Bio-Eier im Schnitt 15 Cent teurer als jene aus Legebatterien sind.

(dpa/ san)

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