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Radio Hamburg

Öffentlicher Dienst

Verdi ruft Flughafen-Mitarbeiter zum Streik auf

Hamburg, 25.03.2014
Streik, Verdi

Verdi ruft die Mitarbeiter der großen Flughäfen Deutschlands zum Streik auf.

Im Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst will die Gewerkschaft Verdi u.a. den Frankfurter Flughafen am Donnerstag (27.03.) elf Stunden lang bestreiken.

Beschäftigte des einstmals öffentlichen Betreibers Fraport AG sollen von 03.30 bis 14.30 Uhr die Arbeit ruhen lassen, wie ein Gewerkschaftssprecherin am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Aufgerufen sind unter anderem die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste, der Frachtabfertigung und der Passagierkontrollen. Mit Flugausfällen und massiven Behinderungen am größten deutschen Drehkreuz ist zu rechnen.

Verdi ruft auch Airport Hamburg zum Streik auf

Die Gewerkschaft Verdi ruft auch die Beschäftigten anderer größerer Flughäfen für Donnerstag zu Warnstreiks auf. Dazu gehören neben dem Frankfurter Großflughafen die Airports in München, Köln-Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart, wie der Bundesvorstand in Berlin mitteilte. Die Arbeitsniederlegungen betreffen die Frühschicht (bis maximal 14 Uhr).

Lufthansa arbeitet an Ersatzflugplan

Die Frachttochter der Lufthansa hat sich mit ihren Planungen bereits auf Behinderungen eingerichtet, wie der Vorstandschef der Lufthansa Cargo, Karl Ulrich Garnadt, erklärte. "Wir rechnen schon mit deutlichen Einschränkungen des Betriebs in Frankfurt." Die Flughafengesellschaft Fraport hatte am Montag an die ewerkschaft appelliert, die Warnstreiks mit Augenmaß und mit Rücksicht auf die Passagiere auszuüben. Arbeitsdirektor Michael Müller hatte eine zeitliche Befristung des Warnstreiks verlangt. Zumindest ein begrenzter Flugbetrieb für den internationalen Luftverkehr müsse sichergestellt bleiben. Die Lufthansa als größter Kunde des Frankfurter Flughafens arbeitet an einem Ersatzflugplan.

Streik der Lufthansa-Piloten droht

Neben dem Verdi-Warnstreik drohen in den kommenden Tagen auch Streiks der Lufthansa-Piloten. Deren Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" ist seit der vergangenen Woche nach der Urabstimmung von rund 5400 Lufthansa-Piloten streikbereit, hat aber bis Dienstagmittag noch keinen konkreten Termin für einen ersten Ausstand benannt. Der Streik soll jeweils 48 Stunden vorher bekanntgegeben werden, damit die Passagiere umplanen können.

Streik in Niedersachsen und Bremen legt Nahverkehr lahm

Die zweite Streikwelle im öffentlichen Dienst hat am Dienstag auch Niedersachsen und Bremen erfasst. Tausende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zogen am Mittag zu einer zentralen Kundgebung durch Hannover. In den Straßen stapelt sich mittlerweile der Müll. In großen Städten wurde der Nahverkehr dadurch lahmgelegt: Die Busse und Stadtbahnen in Hannover, Braunschweig, Göttingen und Hildesheim standen ganztags still. Zu Staus oder größeren Verkehrsproblemen kam es am Morgen aber zunächst nicht, hieß es von den Polizeidienststellen. "Insgesamt ist es in der Stadt natürlich sehr voll, aber ernste Schwierigkeiten haben wir nicht", sagte ein Polizeisprecher in Hannover. Auch aus Göttingen und Braunschweig hieß es, es sei zwar mehr los auf den Straßen als sonst, Probleme gebe es durch die Warnstreiks aber bisher nicht.

20.000 Beschäftigte bei Kundgebung in Hannover

Ebenfalls ganztägig von der Arbeitsniederlegung betroffen waren die Müllabfuhr, städtische Kitas, Krankenhäuser, Stadtbüchereien und Schwimmbäder. Bei einer Kundgebung in Hannover redete der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirke am Dienstag (25.03.) vor rund 20.000 Beschäftigten. "20.000, das ist ein starkes Signal und eine klare Botschaft an die Arbeitgeber", sagte Bsirske.

Gewerkschaft fordert 100 Euro-Sockelbetrag

Die Gewerkschaften wollen mit ihrem Protest Druck machen für die dritte Tarifverhandlungsrunde am 31. März in Postdam. Die Gewerkschaften fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen eine Erhöhung der Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und dann zusätzlich um weitere 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber diskutieren über eine soziale Komponente, haben aber noch kein konkretes Angebot vorgelegt. Bei der vergangenen Verhandlungsrunde hätten sich die Parteien jedoch bereits angenähert, hieß es anschließend.

(dpa/mgä)

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