Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Piloten streiken

Lufthansa veröffentlicht Ersatzflugplan

Frankfurt/Hamburg , 01.04.2014
Lufthansa in Norderstedt

Wegen des Pilotenstreiks hat die Lufthansa einen Sonderflugplan veröffentlicht.

Die Lufthansa plant wegen des Pilotenstreiks die Streichung noch vieler weiterer Flüge. Ein Ersatzflugplan wurde jetzt veröffentlicht.

Am Montag (31.03.) veröffentlichte die Lufthansa im  Internet eine  Liste mit abgesagten Flugverbindungen. Lediglich rund 500 Flüge können zwischen Mittwoch und Freitag mit Jets der Konzerngesellschaften Eurowings, Lufthansa CityLine und Air Dolomiti angeboten werden, hatte Lufthansa am Montag in Frankfurt mitgeteilt. Bei diesen Gesellschaften streiken die Piloten nicht. Die Absagen der Lufthansa-Flüge reichen bis zum Samstag.

Fast 4.000 Flüge gestrichen

Die Lufthansa stellt ihren Flugbetrieb am Mittwoch (2.04.) für drei Tage weitgehend ein. Gut 3.800 Flüge werden gestrichen, rund 425.000 Fluggäste seien betroffen, teilte die Airline am Montag mit. In den drei Tagen von Mittwoch bis Freitag sollen nur rund 500 Flüge auf kurzen und mittleren Strecken verkehren. Es handele sich um einen der größten Ausstände in der Geschichte der Lufthansa. Auch die meisten Frachtflüge der Lufthansa Cargo seien bereits abgesagt.

Cockpit: Keine Streiks in den Osterferien

Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) will auf weitere Streiks bei der Lufthansa in den nahenden Osterferien verzichten. "Wir werden aus Rücksicht auf die Passagiere die Osterferien aussparen", bekräftigte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg am Dienstagmorgen (1.04) im rbb Inforadio. In vielen Bundesländern beginnen die Osterferien am 14. April und dauern zwei Wochen. Danach könnten die Piloten im Falle einer harten Position der Lufthansa weiter "Druck machen". 

Osterferien in Niedersachsen und Bremen vom Streik betroffen

Der Ausstand soll an diesem Mittwoch (2.4.) um 00.00 Uhr beginnen und am Freitag (4.4.) um 23.59 Uhr enden. Der Arbeitskampf trifft damit zumindest die Osterferien in Niedersachsen und Bremen, die dort bereits am Donnerstag (3.04) beginnen. Nach früheren VC-Angaben sollen weitere Streiks bis zum Ende der Osterferien dann ausgeschlossen sein. Die letzten Osterferien enden in diesem Jahr am 2. Mai in Thüringen und Schleswig-Holstein.

Möglichkeiten zur Umbuchung

Lufthansa bietet ihren Gästen umfangreiche Möglichkeiten zur Umbuchung an. Die Passagiere werden zudem gebeten, sich auf der Internet-Seite zu informieren. Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens bezeichnete es als schwer nachvollziehbar, dass die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit beim gegenwärtigen Verhandlungsstand zu einem dreitägigen Vollstreik aufrufe. Der Gesellschaft werde ein Ergebnisschaden in zweistelliger Millionenhöhe entstehen.

"Enormer volkswirtschaftlicher Schaden"

Der stellvertretende Unionsfraktionsvize Vaatz kritisierte das Ausmaß des Streiks. Dieser werde "einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden auslösen", sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag). Der Fall sollte zum Anlass genommen werden, um über eine Gesetzesänderung nachzudenken. Auch in Tarifkonflikten müssten Verhältnismäßigkeit und Chancengleichheiten gewahrt werden. Es könne nicht sein, dass eine Gewerkschaft, deren Mitglieder an wichtigen Schaltstellen säßen, ihre Position nutze, bei der Tarifentwicklung schneller voranzukommen als andere, sagte Vaatz weiter. Der Pilotenstreik werde einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden auslösen. Diesen Fall sollte man zum Anlass nehmen, über eine Gesetzesänderung nachzudenken, sagte Vaatz der "Rheinischen Post".

Tarifkonflikt: dritte Verhandlungsrunde beginnt

Die Gewerkschaft Verdi geht zuversichtlich in die dritte Verhandlungsrunde über einen neuen Tarifvertrag für die öffentlich Bediensteten von Bund und Kommunen. "Ich gehe davon aus, dass das Signal der Warnstreiks bei den Arbeitgebern angekommen ist und wir zu einem guten Abschluss kommen", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe). "Nach den jüngsten Arbeitgeber-Aussagen sehe ich die Chancen dafür bei 50 zu 50".

Für den Fall einer weiteren Hängepartie rechnet Bsirske mit der Anrufung der Schlichtung. "Wobei die Schlichtung durch externe Experten natürlich keine Gewähr bietet, dass am Ende eine Einigung steht", sagte der Gewerkschafter. "Ein großer Arbeitskampf ist dann nicht ausgeschlossen", meinte Bsirske. Da sei noch viel "Zuspitzung" drin.

Lest auch: Gibt es einen Kompromiss?: Dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit

Vertreter von Gewerkschaften und öffentlichen Arbeitgebern verhandeln wieder über die Gehälter der Beschäftigten ...

Zugleich sprach sich Bsirske gegen ein von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geplantes Gesetz zur Tarifeinheit aus. Damit will die Große Koalition das Prinzip festschreiben, wonach nur die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in einem Unternehmen Tarifverträge abschließen darf. In der Vorwoche war auch die Lufthansa von den Verdi-Streiks betroffen gewesen. In dieser Woche sollen nach dem Willen der Pilotenvereinigung Cockpit die Lufthansa-Piloten in den Ausstand treten. "Die Tatsache, dass Verdi die Mehrheit der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten im Lufthansa-Konzern stellt, kann nicht dazu führen, die Pilotenvereinigung Cockpit kalt zu stellen", sagte Bsirske. Verdi lehne eine Einschränkung des Streikrechts ab. "Deshalb stehen wir auch der Gesetzesinitiative, wie sie Frau Nahles plant, kritisch und ablehnend gegenüber".

(dpa/mgä)

comments powered by Disqus