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Radio Hamburg

Ein Toter, sieben Verletzte

Familienvater sprengt sich in die Luft

Hessen, 16.11.2014
Mann sprengt sich

Der Sprengstoff verwüstet die ganze Nachbarschaft.

Ein Familienvater aus Hessen sprengte sich am frühen Sonntagmorgen (16.11) vor den Augen der Polizei in die Luft und kam dabei ums Leben. 

Ein Familienvater hat sich am Sonntag (16.11) vor den Augen von Polizisten in seinem Auto in die Luft gesprengt. Er kam dabei um Leben, sieben andere Menschen wurden leicht verletzt, darunter zwei Polizisten. Zuvor habe es im Haus der Familie Streit gegeben, der Familienvater hatte laut Polizei gedroht, sich und seiner Familie Schaden zuzufügen. Der 49-Jährige sei vermutlich ein Sprengmeister gewesen und habe Zugang zu Sprengstoff gehabt.

Erheblicher Sachschaden

Er habe nach dem Streit das Haus verlassen, sei ins Auto gestiegen und zunächst weggefahren. Die Ehefrau und eine der Töchter flüchteten sich nach Polizeiangaben zu Nachbarn. Die andere Tochter war nicht zu Hause. Als der Familienvater mit dem Auto zurückkehrte, wurden die inzwischen alarmierten Polizisten Zeugen der Explosion: Ein Krater wurde in den Boden gesprengt, Fensterscheiben flogen heraus, Hauswänden bekamen schwarze Flecken, Dachziegel verschoben sich. "Von dem explodierten Auto ist nichts mehr da. Der Motorblock flog 30 Meter weit", sagte Polizeisprecher Wolfgang Keller. Die Stadt Homberg brachte die Familien der stark beschädigten Häuser woanders unter, da erst ein Experte die Statik ihrer Gebäude begutachten sollte.

Mehrere Verletzte

Die Höhe des Sachschadens und das Motiv des Familienvaters waren zunächst unklar. Polizeisprecher Wolfgang Keller erklärte am Vormittag: "Die Leute stehen unter Schock, die können wir nicht gleich befragen." Dutzende Polizeibeamte und mehrere Rettungswagen waren im Einsatz. Zwei Polizisten und drei Anwohner wurden unter anderem wegen Schnittwunden ambulant im Krankenhaus in Alsfeld behandelt, die geschockte Ehefrau und Tochter psychologisch betreut.

Die Polizei warnte vor Sprengstoff-Stangen und -Zündern, die möglicherweise bei der Explosion verteilt worden seien. Eine direkte Gefahr gehe davon nicht aus. "Sie sollten aber keinesfalls in die Hand genommen werden. Bitte benutzen Sie in der Nähe dieser Gegenstände keine Handys oder Funkgeräte", mahnte das Polizeipräsidium Osthessen. Anwohner wurden gebeten, bei solchen Funden die Polizei zu informieren. Diese schaltete ein Bürgertelefon.

(dpa/asc)

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