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Radio Hamburg

TÜV-Schock

Jedes vierte Auto fällt beim TÜV durch

Hannover, 05.11.2014
TÜV, Autountersuchung

Mehr als 25 Prozent aller Fahrzeuge bekommen beim TÜV nicht auf Anhieb eine HU-Plakette.

Es sind beunruhigende Zahlen, die der TÜV Nord am Mittwoch (05.11) veröffentlich hat. Auf Deutschlands Straßen sind gefährlich viele schrottreife Fahrzeuge unterwegs.

Da heißt es am besten: Gurt festziehen und in den meisten Fällen noch einen Helm aufziehen. Wie der TÜV Nord am Mittwoch (05.11) in seiner alljährlichen Auswertung der Hauptuntersuchungen bekannt gab, sind auf Deutschlands Straßen mehr als ein Viertel aller Fahrzeuge reif für die Schrottpresse und weisen erhebliche Mängel auf. Dies ist zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, gibt allerdings wenig Grund zur Hoffnung.

25,2 Prozent Schrottmühlen

Die Zahl der der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln sank von 25,8 auf 25,2 Prozent in diesem Jahr. Damit muss ein Viertel aller Fahrzeuge, die zur TÜV-Hauptuntersuchung anrollt erst repariert werden, bevor überhaupt eine TÜV-Plakette vergeben werden kann. Erfreulich aber auch: Die Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel ist wiederum gestiegen: von 61,8 Prozent auf 63,2 Prozent. Zusammen mit den 11,5 Prozent der Fahrzeuge, bei denen geringe Mängel gefunden werden, erhalten also 74,7 Prozent aller Autos bereits beim ersten Anlauf vom TÜV-Sachverständigen ihre Plakette. Bei 0,06 Prozent aller Fahrzeuge musst der TÜV dagegen sofort die Notbremse ziehen und die verkehrsunsicheren Autos unmittelbar stilllegen.

3 Millionen Hauptuntersuchungen

Der TÜV Nord veröffentlich diese Zahlen auf Basis von fast drei Millionen Hauptuntersuchungen, die von Mitte 2013 bis Mitte 2014 an 200 TÜV-Stationen und 10.000 TÜV-Partnerwerkstätten durchgeführt wurden. Die Zahl der Fahrzeuge, die ohne jeden Mangel zur Hauptuntersuchung gefahren wurden, stieg kontinuierlich von 2010 bis  heute von 55,1 auf 63,2 Prozent an. Allerdings war auch die Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Und zwar von 18,6 auf 25,8 Prozent. Ob der Rückgang in diesem Jahr tatsächlich eine kontinuierliche Trendwende einleitet, bleibt jedoch abzuwarten.

TÜV blickt positiv in die Zukunft

"Wir hoffen, dass sich hier eine Trendwende abzeichnet. Schließlich bauen die Hersteller gute Autos, die auch nach vielen  Jahren noch gänzlich ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein könnten. Wenn sich die Autofahrer mehr um Wartung und Pflege des Fahrzeugs kümmern und fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen, ist das positiv für die Sicherheit auf unseren Straßen. Auch der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt sollte zur Regel werden. Wer sich um sein Auto kümmert und es überdies in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der TÜV-Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen", so TÜV-Nord-Chef Hartmut Abeln.

Licht bei Mängeln ganz vorn

Dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt "Licht, Elektrik" in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Oftmals werden bei der Hauptuntersuchung sogar mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt. Die Mängelquote in diesem Bereich ist aber auch in diesem Jahr wieder zurückgegangen. Von 30,7 auf 29,9 Mängel auf 100 geprüfte Fahrzeuge. Insgesamt ergibt sich in der Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen "Licht, Elektrik", "Bremsen", "Umweltbelastung" und "Achsen, Räder, Reifen".

Besonders ältere Fahrzeuge fallen durch

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen TÜV NORD-Zahlen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 8,6 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 14,6 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 34,9 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als verschleiß- und somit mängelursächlich anzusehen ist, liegt jetzt beiden Dreijährigen bei 50749 km und bei den Elfjährigen bei 133255 Kilometern auf dem Tacho.

Noch 2014 zum TÜV

Wer noch mit einer blauen TÜV-Plakette unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der 'fälligen' Plaketten auf Gelb und dann ist schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach spätesten zwei Monaten ein Bußgeld fällig und später kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

(dpa/san)

 

 

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