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Radio Hamburg

Ab 2015

Pflegeauszeit wird zehn Tage bezahlt

Passau/Köln, 14.10.2014
Sparkalender 2015

Die familiäre Pflege sei laut SPD-Politikerin Carola Reimann die größte und müsse unterstützt werden. 

Arbeitnehmer, die eine Pflegeauszeit nehmen müssen, sollen ab 2015 eine finanzielle Unterstützung bekommen und 67 Prozent des Einkommens erhalten.

Ab Januar 2015 sollen Arbeitnehmer, die eine Pflegeauszeit für Angehörige nehmen müssen, eine finanzielle Unterstützung bekommen. Beschäftige dürfen bei einem Pflegeeintritt schon jetzt zehn Tage mit der Arbeit aussetzen, sollen aber künftig 67 Prozent des wegfallenden Einkommens bezahlt bekommen. Nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" und des "Kölner Stadt-Anzeigers" soll der Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf bereits am Mittwoch (15.10) vom Kabinett beschlossen werden.

"Familie ist größter Pflegedienst"

Die Mehrkosten für das sogenannte "Pflegeunterstützungsgeld" werden von der Koalition auf rund 100 Millionen Euro jährlich beziffert und sollen von der gesetzlichen Pflegeversicherung getragen werden. "Das ist eine wirklich lebensnahe Hilfe", betonte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Carola Reimann. "Die Angehörigen sind der größte Pflegedienst der Nation. Wir wollen sie in Zukunft besser unterstützen.", so die SPD-Politikerin gegenüber der "Passauer Neuen Presse". 

Kündigungsschutz und Rückkehrrecht

Oft passiert es von einem Tag auf den anderen. Ein Sturz, ein Schlaganfall und plötzlich ist er da - der Pflegefall. Die Angehörigen, für die dann auch meist eine schwere Zeit beginnt, sollen durch das Gesetz nun mehr Hilfe bekommen. Neben der zehntägigen Einkommenszahlung sollen Arbeitnehmer ab 2015 zusätzlich für sechs Monate aussetzen können. Zwar ohne Bezahlung, aber mit Kündigungsschutz und Rückkehrrecht in den Job. Wer Angehörige pflegt, könne aber auch für 24 Monate die Arbeitszeit reduzieren, auf mindestens 15 Stunden. Diese Familienpflegezeit solle auch für die Pflege schwerkranker Kinder oder Schwerstkranker in Hospizen in Anspruch genommen werden können. Allerdings stehe die Familienpflegezeit nach Informationen beider Blätter ausschließlich Beschäftigten in Betrieben mit mindestens 15 Mitarbeitern offen.

 (dpa/ jmü)

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