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Radio Hamburg

Bahn-Streik

Weitere Störungen im S-Bahnverkehr

Hamburg, 08.10.2014
Bahn-Streik, Bahn, Streik, Anzeigetafel, Hauptbahnhof

Die meisten S-Bahnen verkehren kurz nach Ende des Streiks noch im 60-Minuten-Takt. Dementsprechend viel ist am Mittwochmorgen (08.10.) bei der Bahn los.

Nach dem Ende des neunstündigen Streiks am Mittwoch (08.10.) um 6 Uhr sei mit Einschränkungen zu rechnen, teilte die Bahn am Morgen mit.

Der Streik der Lokführer ist zwar beendet, doch für viele Fahrgäste beginnen jetzt erst die Probleme. Die Bahn rechnet mit Ausfällen und Verspätungen im Berufsverkehr und bis zum Mittag. Nach einem bundesweiten Streik der Lokführer drohen Bahnfahrgästen auch Mittwochmorgen (08.10) Zugausfälle und Verspätungen. Nach dem Ende des neunstündigen Streiks um 6 Uhr sei mit Einschränkungen zu rechnen, teilte die Bahn am Morgen mit. "Im Laufe des Morgens wird versucht, wieder einen stabilen, wenn auch ausgedünnten Takt in den Regional- bzw. S-Bahn-Verkehren herzustellen", hieß es.

Fernverkehr auch beeinträchtigt

Ausfälle und Verspätungen drohten weiterhin auch im Fernverkehr. "Die Beeinträchtigungen können noch bis in den Tag hinein dauern", betonte die Bahn. Erhebliche Einschränkungen gab es demnach in Ballungsgebieten wie Berlin, Hamburg, München und Stuttgart sowie in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Züge seit 6 Uhr in Bewegung

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte ihren ersten regulären Streik dieser Tarifrunde am Morgen nach neun Stunden für beendet erklärt. Seit 6 Uhr setzten die Lokführer die Züge wieder in Bewegung, sagte ein Sprecher. Dass es weiter Probleme gibt, liegt vor allem daran, dass nun Züge nicht dort stehen, wo sie um diese Zeit benötigt werden.

Schwierigkeiten in der Nacht

Auch in der Nacht gab es nach Bahn-Angaben die größten Schwierigkeiten in den Ballungsräumen, etwa bei den S-Bahnen und dem Regionalverkehr in Berlin, Hamburg, München sowie im Rhein-Main-Gebiet und in Köln und Nürnberg. Nach Aussage einer Sprecherin gab aber keine größeren Zwischenfälle. "Die Reisenden waren sehr gut informiert. Deshalb blieb es an den Bahnhöfen ruhig."

So lief der Streik

Um 21 Uhr hatte der Ausstand begonnen. Mancherorts wie etwa in Berlin fuhren aber schon eine halbe Stunde vor Streikbeginn keine Züge mehr. Mit zusätzlichem Personal informierte die Deutsche Bahn gestrandete Fahrgäste über alternative Verkehrsverbindungen. GDL-Chef Claus Weselsky warf der Bahn zu Beginn des Streiks vor, im Tarifkonflikt unannehmbare Bedingungen zu stellen. Auf dem Berliner Hauptbahnhof sagte er, die Gewerkschaft werde über weitere Streiks entscheiden, wenn die Bahn ihre Blockadehaltung nicht aufgebe. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber forderte die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren: "Die GDL ist am Zug." Streiks seien "überflüssig, verantwortungslos und ohne jedes Gespür für die derzeitige Situation".

Nicht nur Lokführer

Außer den Lokführern waren auch Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten zu dem Streik aufgerufen. Die Lokführergewerkschaft kämpft dafür, auch für diese Kollegen Tarifverhandlungen führen zu können. Sie verlangt für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. In der vergangenen Woche hatten 91 Prozent der bei der Bahn angestellten GDL-Mitglieder in einer Urabstimmung für einen Arbeitskampf votiert. Zuvor hatte es zwei Warnstreiks gegeben.

In Hamburg gab es am Dienstagabend (7.10) außerdem Störungen im Fern- und Nahverkehr, weil ein kurdischer Demonstrationszug am frühen Abend die Gleise am Hauptbahnhof besetzte.

(dpa/mej)

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