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Radio Hamburg

Erhöhter Schadensersatz

"Die Post holt sich das Geld bei den Beschäftigen"

Hamburg/Berlin, 28.10.2014
Postfiliale Innenansicht

Die Deutsche Post fordert von immer mehr Mitarbeitern hohe Schadensersatzzahlungen. 

Die Deutsche Post verlangt von immer mehr Zustellern Regresszahlungen. Das Unternehmen erzielte 2013 Mitarbeiter-Einnahmen von fast einer Million Euro.

Wie eine interne Auswertung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ergeben hat, sind die Schadensersatzzahlungen von Mitarbeiten der Deutschen Post 2013 im Vergleich zu den beiden Vorjahren um 60 Prozent gestiegen. Das Unternehmen verlangt von immer mehr Brief- und Paketzustellern Regresszahlungen, wenn diese bei der Auslieferung ein Fahrzeug beschädigen oder wenn eine in der Nachbarschaft abgegebene Sendung den eigentlichen Adressaten nicht erreicht. Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Post Zahlungen von Arbeitnehmern in Höhe von knapp einer Million Euro erzielt.

"Das ist eine Riesensauerei"

Der Konzern, der rund 100.000 Brief- und Paketzusteller beschäftigt, wertet ein solches Verhalten von Mitarbeitern als "grob fahrlässig". Die Zahl der Regressverfahren ist von rund 5.000 im Jahr 2011 auf fast 7.000 in 2013 gestiegen. Allerdings seien laut Angaben von Verdi auch die Schadensersatzforderung erheblich höher als die letztlich erzielten Zahlungen. Die Post forderte 2013 rund 1,8 Millionen Euro von ihren Mitarbeitern.

Nach Ansicht der Gewerkschaft entwickle sich der Bereich der Schadensersatzzahlungen für die Deutsche Post zu einer regelrechten "Einnahmequelle in Zeiten knapper werdender Budgets". Der Verdi-Bundesvorstand zeigte sich verärgert: "Die Post hat völlig überzogene Gewinnerwartungen und holt sich das Geld jetzt bei den Beschäftigten. Denen gegenüber ist das eine Riesensauerei."

Deutsche Post rechtfertigt sich

Die Einleitung eines Regressverfahrens und daraus folgende mögliche Gehaltskürzungen würden erst nach einer detaillierten Prüfung des Sachverhaltes und nach Feststellung der tarifvertraglichen Voraussetzungen, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit, erfolgen, heißt es vonseiten der Deutschen Post in einer schriftlichen Antwort an "NDR Info". Der Umgang mit Regressfällen erfolge auf gesetzlicher sowie tarifvertraglicher Grundlage.

Das Unternehmen beruft sich dabei auf den Paragraphen 12 des Manteltarifvertrages der Deutschen Post AG. „Auf dieser Basis werden vorliegende Fälle von Regressforderungen von der zuständigen Niederlassung festgestellt und die Beurteilung des jeweiligen Verschuldensgrades von Fall zu Fall vor Ort geprüft“, so der Konzern.

(dpa/ jmü)

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