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Radio Hamburg

GDL und Vereinigung Cockpit

Deutsche Bahn wird noch diese Woche bestreikt

Hamburg, 14.10.2014
GDL Streik am Hauptbahnhof

Die GDL und die Vereinigung Cockpit kündigen für Bahn (Foto) und Lufthansa weitere Streiks an.

Bahnreisende müssen mit dem nächsten Streik noch in dieser Woche rechnen. Die GDL tritt wieder in den Streik.

Das hat eine Sprecherin der Lokführergewerkschaft GDL angekündigt. Konkretere Angaben will die Gewerkschaftsführung nicht machen, verspricht aber, den Streik rechtzeitig anzukündigen. Er soll erneut bundesweit stattfinden und alle Bereiche vom Güter- bis zum Personenverkehr betreffen.

Bei der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hieß es auch: "In den nächsten Tagen ist mit Streiks zu rechnen."

Konkrete Tage nannten beide Arbeitnehmervertretungen aber nicht. Laut Cockpit ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass gleiche Strecken zum selben Zeitpunkt bestreikt werden. Die GDL will nach eigenen Angaben mögliche neue Ausstände rechtzeitig ankündigen. Bisher habe die Bahn kein neues Angebot vorgelegt.

Das will die GDL

Vergangene Woche hatte  in der Nacht zum Mittwoch ein neunstündiger Streik der Lokführer den Bahnverkehr gelähmt und auch tagsüber noch zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geführt. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld und eine zwei Stunden kürzere Wochenarbeitszeit. Sie will auch für Zugbegleiter, Bordgastronomen sowie Disponenten verhandeln, die in den Leitzentralen Züge und Personal koordinieren. Daran scheiterten bislang die Verhandlungen. Die Bahn hatte gemahnt, beide Seiten müssten sobald wie möglich ohne Vorbedingungen über Inhalte sprechen, ohne die Hürden durch Eskalation immer höher zu legen.

 

Das will die Vereinigung Cockpit

Der VC-Sprecher sagte, man sei gesprächsbereit, aber die Lufthansa bestehe auf Maximalforderungen im Konflikt um die Übergangsrente der Piloten. Nach dem Ausstand bei Lufthansa Cargo vergangene Woche, prüfe die Gewerkschaft, «ein deutlicheres Zeichen zu setzen».  Cockpit hat seit April in sechs Streikwellen mehr als 4.300 Flüge mit rund 500.000 betroffenen Passagieren ausfallen lassen. Im Tarifstreit geht es um die künftigen Übergangsrenten für 5.400 Piloten und Co-Piloten der Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa-Cargo und Germanwings. Die Lufthansa hat die bisherigen Regeln zum Jahresende 2013 gekündigt. Sie will unter anderem erreichen, dass die Piloten frühestens mit 60 (bislang 55) Jahren in den bezahlten Vorruhestandgehen können. Dazu wurden Übergangsregeln angeboten. 

Ruf nach der Regierung wird laut

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft,  Michael Frenzel, forderte bei einer Branchentagung in Berlin, die Bundesregierung müsse das "unsinnige Droh- und Erpressungspotential" kleiner Gewerkschaften beseitigen. Das Streikrecht stehe nicht infrage, aber kleine Spartengewerkschaften dürften die öffentliche Infrastruktur nicht lahmlegen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr kritisierte: "Wir haben in Deutschland nicht nur Spartengewerkschaften, die uns das Leben schwer machen, sondern nicht einmal für den wichtigen Industriesektor Transport/Logistik/Tourismus einschränkende Regelungen."
Beispielsweise in Frankreich müssten Streiks angekündigt werden oder unterlägen gewissen Regularien.

(dpa/aba)

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