Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Gewerkschaften

Bahn, Kita, Bank: Lange Streiks drohen

Berlin/Offenbach, 20.04.2015
GDL-Streik, Bahn-Streik

Der angekündigte Streik der Lokführer soll vor allem den Güterverkehr der Bahn treffen.

Die Mitarbeiter sind unzufrieden, die Gewerkschaften in Kampflaune: In mehreren Bereichen drohen Streiks - Kunden haben dann das Nachsehen.

Die Deutsche Bahn stellt sich auf Zugausfälle und Verspätungen durch den geplanten erneuten Lokführerstreik in dieser Woche ein. In der Europa-Leitstelle in Frankfurt soll ein Krisenteam den Güterverkehr während des Ausstands steuern. Dabei hätten für die Versorgung wichtige Züge Vorrang, sagte ein Bahnsprecher.

Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, hatte zuvor angekündigt, der zeitlich noch nicht festgelegte Streik solle vor allem den Güterverkehr der Bahn treffen. Auch für den Personenverkehr gibt es nach Bahn-Angaben Bereitschaftspläne in den Betriebs- und Planungszentralen. Die Bahn kritisierte nochmals den geplanten Arbeitskampf. "Wir verstehen nicht, warum die GDL den bislang gemeinsam erreichten Zwischenstand nicht festhalten will", sagte eine Konzernsprecherin. Auch beim schwierigen Punkt Lokrangierführer hätten beide Seiten Grundzüge einer gemeinsamen Lösung erarbeitet.

Weselsky hatte die Einstufung der Lokrangierführer im Tarifgefüge als den "Knackpunkt" bezeichnet, an dem die Tarifverhandlungen am Freitag (17.04.) gescheitert seien. Die Bahn wolle diese Berufsgruppe zum "billigen Jakob" machen. Bisher hat allein die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Tarifverträge für sie abgeschlossen.

Auch in den Kitas droht Streik

Begleitet von Demonstrationen und Warnstreiks wurden am Montag (20.04.) in Offenbach die Tarifverhandlungen für eine bessere Bezahlung von Kita-Mitarbeitern fortgesetzt. Eine
Einigung gilt als unwahrscheinlich. Für den Fall, dass auch diese Verhandlungsrunde scheitert, drohen unbefristete Streiks in Kitas und Sozialeinrichtungen.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften GEW und Verdi ringen um einen neuen Tarifvertrag. Am vergangenen Donnerstag 816.04.) war auch die vierte Verhandlungsrunde in Hannover ergebnislos zu Ende gegangen. Nun sind für Montag und Dienstag (21.04.) zwei weitere Verhandlungstage anberaumt. Für Montag hat Verdi in Hessen zu einem landesweiten Ausstand aufgerufen.

Die Gewerkschaft fordert eine höhere Eingruppierung der bundesweit 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Das würde Gehaltssteigerungen von im Schnitt zehn Prozent bedeuten. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für nicht bezahlbar.

Angst vor Jobverlust

Des Weiteren haben auch Postbank-Mitarbeiter in Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in Teilen von Brandenburg und Thüringen die Arbeit niedergelegt. Viele Filialen bleiben wegen des Streiks geschlossen. Betroffen sind Bankfilialen unter anderem in Leipzig, Dresden, Halle oder Cottbus. Mit Bussen würden die Beschäftigten am Vormittag nach Berlin fahren, um an einer Demonstration mit anschließender Kundgebung teilzunehmen. Die Gewerkschaft rechnet mit etwa 550 Teilnehmern.

"Es geht den Mitarbeitern vor allem um einen längeren Kündigungsschutz", sagte Verdi-Sprecher Wunderlich. Angesichts eines möglichen Verkaufs der Postbank durch die Deutsche Bank fürchteten die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze.

Im festgefahrenen Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft für 9500 Mitarbeiter einen Kündigungsschutz bis 2020 und fünf Prozent mehr Geld. Das lehnt der Arbeitgeber ab. In einer Urabstimmung hatten sich 94,8 Prozent der Verdi-Mitglieder für Streik ausgesprochen. (dpa/apr)

comments powered by Disqus