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Radio Hamburg

Oster-Post verspätet sich

Streik bei der Post wird fortgesetzt

Bonn/ Rheinberg, 02.04.2015
Briefkasten, Post, Deutsche Post, Brief

Kurz vor Ostern sind die Warnstreiks bei der Deutschen Post am Donnerstag (2.04) fortgesetzt worden. 

Beschäftigte der Deutschen Post haben am Donnerstag ihren bundesweiten Warnstreik fortgesetzt. Dadurch werden auch in Hamburg und Schleswig-Holstein Tausende Päckchen und Briefe nicht zugestellt. Beschäftigte legten ihre Arbeit in Hamburg, Lübeck und Umgebung, Kiel und Umgebung, Neumünster, Rendsburg, Bad Oldesloe, Ratzeburg, Mölln, Glinde und Oering nieder, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mitteilte. 

In Kiel werden am Donnerstagvormittag bei einer Kundgebung rund 300 Teilnehmer erwartet. Bereits am Mittwoch hatten sich den Angaben zufolge in beiden Bundesländern rund 1350 Post-Mitarbeiter an den Warnstreiks beteiligt. 

Streik bei Post und Amazon

Zu den Warnstreiks hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Ein Verdi-Sprecher ging davon aus, dass es bei derZustellung von Briefen und Paketen zu Verzögerungen kommen wird. Parallel läuft beim Versandhändler Amazon eine neue Streikwelle: Noch
bis Gründonnerstag will Verdi die Arbeitsniederlegung dort ausweiten. Dies betreffe die Standorte Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) und solle bis zum Ende der Spätschicht dauern. Angesichts der Warnstreiks bei der Deutschen Post müssten sich Amazon-Kunden auf deutliche Beeinträchtigungen einstellen, erklärte die Gewerkschaft.

Verdi kämpft bei der Post für Arbeitszeitverkürzungen - von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich - für die 140.000 tariflich bezahlten Mitarbeiter des Unternehmens und will die Ausgliederung von Beschäftigten in Regionalgesellschaften mit geringerer Bezahlung verhindern. Das Post-Management hatte verschiedene Ideen zur Verkürzung und Flexibilisierung von Arbeitszeiten vorgelegt, aber die Frage des Lohnausgleichs ausgeklammert. Die Friedenspflicht zum gekündigten Tarifvertrag Arbeitszeit lief um zum 1. April um 0.00 Uhr aus. 

Im Zusammenhang der Gründung von regionalen Gesellschaften in der Paketzustellung wirft Verdi der Post vor, vertragliche Vereinbarungen zum Schutz vor Fremdvergabe gebrochen zu haben. Diese Regelung sieht vor, dass die Post bei der Zustellung von Briefen und Paketen maximal 990 Zustellbezirke an konzerninterne oder externe Unternehmen vergeben darf. Für die regionalen Gesellschaften gilt zudem nicht der Haustarifvertrag, sondern der niedrigere Tarif des Logistikgewerbes.

Post-Personalchefin Melanie Kreis zeigte kein Verständnis für die Warnstreiks: Die Post habe sich sehr konstruktiv mit der Verdi-Forderung auseinandergesetzt. Sie werde jetzt alles tun, um die Auswirkungen der Warnstreiks auf die Kunden zu beschränken.

In Hamburg wurde am Mittwoch (1.04) in den Brief- und Paketzustellbereichen Bergedorf, Harburg, Hoheluft, Eppendorf, Barmbek, Uhlenhorst, Wandsbek und Marienthal die Arbeit niedergelegt. 

(dpa/mgä)

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