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Radio Hamburg

Lokführergewerkschaft GDL

Neue Bahnstreiks angekündigt

Frankfurt/ Main, 18.02.2015
Bahn-Streik, Bahn, Streik, Anzeigetafel, Hauptbahnhof

Die GDL hat den nächsten Bahnstreik angekündigt.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat erneute Streiks bei der Deutschen Bahn angekündigt. zeitpunkt und Dauer sind noch nicht klar.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat erneute Streiks bei der Deutschen Bahn angekündigt. Zu Zeitpunkt und Dauer machte GDL-Chef Claus Weselsky am Mittwoch in Frankfurt zunächst keine Angaben.

Neuer Streik könnte 100 Stunden dauern

Das "Schwarze-Peter-Spiel" und die Verzögerungstaktik der Bahn seien jetzt beendet. Zu Umfang und Zeitpunkt des Streiks wollte Weselsky vor den Gremienbeschlüssen noch nichts sagen. Er hatte aber früher bereits angekündigt, dass der mittlerweile siebte Streik der Lokführer in diesem Tarifkonflikt mindestens 100 Stunden dauern könne

GDL-Chef Weselsky weist Vorwürfe zurück

Weselsky warf der Bahn vor, wieder hinter bereits erreichte Kompromisse zurückgegangen zu sein. "Wir verhandeln um des Verhandelns willen und wir kommen keinen Millimeter voran." Jetzt helfe nur noch der Streik. "Nach allem, was wir bisher erleben mussten, hilft hier nur ein Mittel: Ultima-Ratio-Prinzip und den Druck über Arbeitskämpfe zu erhöhen." Den Vorwurf, er habe der Bahn mit seinem auf neun Punkte zusammengefassten Verhandlungsstand die Pistole auf die Brust gesetzt, konterte Weselsky, der am Mittwoch 56 Jahre alt wurde: "Wir haben keine Lust, die Pistole hochzuheben und zu sagen 'jetzt oder nie' und dann zuzuschauen, dass Moos aus dem Lauf wächst, weil die Bahn uns immer wieder zu Verhandlungen einlädt."

Die Bahn hatte das Papier bereits am Dienstag (17.02) abgelehnt, weil es aus ihrer Sicht nicht den Sachstand, sondern Maximalforderungen der GDL enthielt. Am Mittwochmorgen hatte sie der GDL schriftlich ein Spitzengespräch angeboten, um gemeinsam ein Protokoll der bisherigen Verhandlungen zu erstellen. Eine Bahn-Sprecherin wies den Vorwurf der Verzögerungstaktik zurück. "Eine Lösung geht nur durch sprechen, verhandeln, verhandeln und sprechen."

Die GDL hat in dem komplizierten Tarifkonflikt ihre Mitglieder im vergangenen Jahr bereits sechs Mal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, die heftige Auswirkungen auf den Bahnverkehr in ganz Deutschland hatten. Neben verkürzten Arbeitszeiten und fünf Prozent mehr Geld verlangt die GDL auch für ihre Mitglieder außerhalb der Lokführer-Berufsgruppe eigenständige Tarifverträge. Diese waren bislang von der konkurrierenden DGB-Gewerkschaft EVG ausgehandelt worden, mit der die Bahn ebenfalls in Tarifgesprächen steht. Noch für Mittwoch waren Verhandlungen zwischen Bahn und EVG in Frankfurt geplant.

(dpa/mgä)

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