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Radio Hamburg

Entscheidung des BGH

Spenderkinder dürfen erfahren, wer ihr Vater ist

Karlsruhe, 28.01.2015
Samenspende

Die Begründung des BGH sei unter anderem, dass die Klärung der eigenen Abstammung ein "unabdingbarer Bestandteil des Persönlichkeitsrechts".

Wie der BGH am Montag (28.01) entschieden hat, haben Kinder, egal wie alt sie sind, das Recht auf einer Vaterschafts-Auskunft bei einer Samenspende.

Kinder haben grundsätzlich ein Recht darauf, frühzeitig den Namen ihres biologischen Vaters zu erfahren. "Ein bestimmtes Mindestalter des Kindes ist dafür nicht erforderlich", entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch (28.01) in Karlsruhe. Auch müssten die Interessen des Kindes schwerer wiegen als die eines Samenspenders. An die 100.000 Kinder in Deutschland sind per Samenspende gezeugt. Viele treibt die Frage nach dem leiblichen Vater um. Muss ein Kind erst eine bestimmte Reife haben, um mehr über seine Herkunft zu erfahren? Nein muss es nicht, wie der BGH nun entscheiden hat.

"Bestandteil des Persönlichkeitsrechts"

In dem vorliegenden Fall hatten zwei Schwestern aus der Nähe von Hannover Auskunft von einer Reproduktionsklinik verlangt. Das Landgericht Hannover lehnte den Anspruch ab, weil es die heute 12 und 17 Jahre alten Mädchen für zu jung hielt. Mit der Begründung, dass die Klärung der eigenen Abstammung ein "unabdingbarer Bestandteil des Persönlichkeitsrechts" sei, hob der BGH die Entscheidung nun auf und verwies den Fall mit dem deutlichen Fingerzeig dorthin zurück.

(dpa/ jmü)

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