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Radio Hamburg

#HotPantsverbot

Schule verbietet Hotpants - Das Netz diskutiert

Horb, 06.07.2015
Frau trägt Hotpants

Im schwäbischen Horb müssen die Hotpants während der Schulzeit vorerst im Schrank bleiben.

Lehrern einer Realschule in Horb/Baden-Württemberg wurde die nackte Haut während des Sommerwetters zu viel - ab sofort sind kurze Höschen und bauchfreie Shirts in der Schule verboten.

Während ganz Deutschland in den letzten Tagen bei Temperaturen von stellenweise mehr als 40 Grad schwitzen musste, wurde es auch einigen Lehrern in der Altheimer Werkrealschule im schwäbischen Horb etwas zu heiß. Da die Schülerinnen in den letzten Tagen in ihren Hotpants und bauchfreien Shirts außergewöhnlich viel Haut präsentierten, gibt es seit Montag (06.07) eine strikte Kleiderordnung. Im Kurznachrichtendienst Twitter wird über das Thema seitdem leidenschaftlich diskutiert.

Zu viel nackte Haut?

Laut "Schwarzwälder Bote" habe die Lehrerschaft am Freitag (03.07) einen Brief an die Eltern verschickt, in welchem die neuen Kleiderregeln festgehalten wurden. "Meine Kollegen haben mich gebeten, dringend zu handeln. Manche meiner männlichen Kollegen wissen nicht, wie sie das Thema bei den Schülerinnen ansprechen sollen", so Schulleiterin Bianca Brissaud gegenüber der Regionalzeitung. Doch auch viele weibliche Lehrerinnen hätten sich an den freizügigen Outfits der Schülerinnen gestört. Die jetzt aufgestellten Kleiderregeln würden bis zum Ende des aktuellen Schuljahrs Ende Juli gelten. Danach wolle man laut der Rektorin in Zusammenarbeit mit Schülern, Eltern und Lehrern eine gemeinsame Kleiderordnung festlegen.

Sack statt Shirt

Die aufgestellten Regeln für die schwäbischen Schüler haben es durchaus in sich. In dem Elternbrief heißt es: "In letzter Zeit müssen wir gehäuft feststellen, dass Mädchen der Werkrealschule sehr aufreizend gekleidet sind. Diese Entwicklung stimmt uns nachdenklich und wir haben entschlossen, dass wir an unserer Schule keine aufreizende Kleidung dulden wollen. Wer zu aufreizend gekleidet ist (zum Beispiel bauchfreies Shirt, Hotpants...), der bekommt von der Schule ein großes T-Shirt gestellt, das er/sie sich bis zum Schultagsende anziehen muss."

Man habe sich laut Brissaud auch zu der extremen Maßnahme entschieden, da die Kinder in der Realschule besonders berufsbezogen ausgebildet würden. Im baden-württembergischen Kultusministerium sieht man die Kleiderregeln weniger positiv: "Die Schule ist nicht berechtigt, die eigene Moralvorstellung zum Gradmesser für eine korrekte Kleidung zu machen", so eine Sprecherin des Ministeriums im "Schwarzwälder Boten". Erst wenn der Schulfrieden durch die nackte Haut gestört werde, dürfe die Schule eingreifen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn sich männliche Schüler oder Lehrer aufgrund der gezeigten Haut nicht mehr konzentrieren könnten und abgelenkt werden würden.

Das Netz streitet

Im Netz und beim Kurznachrichtendienst Twitter sorgt das Hotpants-Verbot für leidenschaftliche Diskussionen. Tatsächlich wird das Thema Schuluniformen und Kleiderordnung an deutschen Schulen in den letzten Jahren immer wieder kontrovers diskutiert. An einigen deutschen Schulen gibt es bereits ähnliche Kleiderordnungen wie in Horb. Sind Kleiderordnungen also durchaus sinnvoll, um Schülern beizubringen, dass es gewisse Orte gibt, die eine gewisse Kleiderordnung verlangen oder stellen sie einen massiven Einschnitt in die persönliche Freiheit eines jeden Einzelnen dar? Oder werden hier sogar Mädchen bei sommerlichen Temperaturen dafür bestraft, dass männliche Schüler und Lehrer ihre Augen nicht kontrollieren können?

Die Antwort ist schwierig und von Fall zu Fall verschieden. Deshalb wollen wir von Euch wissen, was Ihr von dem schwäbischen Hotpants-Verbot haltet? Sollte man sogar so weit gehen und die kurzen Höschen auch in Hamburg verbieten? Stimmt jetzt ab und teilt uns Eure Meinung in den Kommentaren mit!

(san)

Sollten Hotpants, bauchfreie Shirts, ... auch an Hamburgs Schulen verboten werden?

Ja, auch in Hamburg sollte aufreizende Kleidung verboten werden.
40,17 %
Nein, jeder sollte sich so anziehen dürfen, wie er will.
59,83 %

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