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Radio Hamburg

Reform der Erbschaftssteuer

Weiterhin Begünstigung für Firmenerben?

Berlin, 08.07.2015
Steuer, Steuern, Taschenrechner, Rechnung

Um Arbeitsplätze fortführen zu können, wollen Firmenerben von der Erbschaftssteuer befreit werden. 

Damit sie Arbeitsplätze erhalten, sollen Firmenerben steuerlich begünstigt bleiben. Ob die Reform es bis zum Bundestags-Beschluss schafft, ist fraglich. 

Firmenerben sollen auch in Zukunft weitgehend von der Erbschaftsteuer befreit werden, wenn sie das Unternehmen fortführen und damit Arbeitsplätze erhalten. Dieses Ziel verfolgt ein Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der am Mittwoch (08.07.) nach langer Debatte das Kabinett passierte. Die Reform ist notwendig, weil das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Jahr strengere Regeln für die Steuervergünstigungen verlangt hatte.

Nachweis der Zahlungs-Überforderung

Künftig soll es etwa ab einem Betriebsvermögen von 26 Millionen Euro eine «Bedürfnisprüfung» geben: Der Erbe muss dann nachweisen, dass ihn die Zahlung der Erbschaftsteuer finanziell überfordern würde. Bis das Gesetz von Bundestag und Bundesrat verabschiedet wird, dürfte es allerdings noch einige Änderungen geben, denn die Regelungen sind selbst innerhalb der großen Koalition weiter umstritten. Die CSU-Minister gaben in der Kabinettssitzung eine Protokollerklärung ab, in der sie Nachbesserungen zugunsten der Wirtschaft anmahnten. «Bekanntlich hat noch kein wichtiges Gesetz den Deutschen Bundestag so verlassen, wie es eingebracht wurde», sekundierte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer aus München.

Weitergehende Erleichterung gefordert

Teile der SPD halten die Zugeständnisse an Firmenerben allerdings schon jetzt für zu großzügig. Ähnlich äußerte sich die Opposition im Bundestag. Richard Pitterle von der Linken prognostizierte, mit der Reform blieben 99,9 Prozent aller Firmenerben von der Steuer verschont. Viele Wirtschafts- und Unternehmerverbände wollen hingegen noch weitergehende Erleichterungen. Der Deutsche Bauernverband und der Zentralverband des Deutschen Handwerks forderten vor allem Nachbesserungen zugunsten kleinerer Betriebe. FDP-Präsidiumsmitglied Volker Wissing übte noch grundsätzlichere Kritik: Die angepeilte Reform stehe für einen «unersättlichen Staat», der immer weiter an der Steuerschraube drehe.

Sonderregelungen für kleine Handwerksbetriebe

Unterhalb dieser Grenzen (Für die Bedürfnisprüfung auf 26 Millionen angehoben, für Familienunternehmen mit Kapitalbindungen auf 52 Millionen)werden dem Erben weiterhin automatische Steuervorteile gewährt: Wenn das Unternehmen lange genug
weitergeführt wird und Jobs erhalten bleiben, entfällt die Erbschaftsteuer - je nach Einzelfall - größtenteils oder sogar vollständig. Sonderregelungen gibt es für kleine Handwerksbetriebe: Unternehmen mit höchstens 15 Beschäftigten müssen weniger strenge Auflagen erfüllen, um von der Erbschaftsteuer verschont zu bleiben.

(dpa)

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