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Radio Hamburg

4.200 fehlen in Hamburg

Zu wenig Pflegepersonal in Deutschlands Kliniken

Hamburg, 28.06.2015
Krankenhaus, Krankenbett, Pfleger, Krankenschwester, Bett

Das Pflegepersonal ist momentan wegen zu wenig Kräften überfordert. 

In Deutschlands Kliniken fehlt es an Pflegepersonal. Seit 1991 bis 2013 gab es nur einen Anstieg von 3,6 Prozent bei den Pflegekräften. 

Die geplante Krankenhausreform steht in der Kritik. Gewerkschaften und Klinikbetreiber sind der Ansicht, dass die vor gut zwei Wochen vom Bundeskabinett verabschiedete Reform die chronischen Finanzierungsprobleme der Krankenhäuser nicht löst und das Klinikpersonal nicht entlastet.

Pflegenotstand in Deutschland

Nach Berechnung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fehlen 162.000 Mitarbeiter in Deutschland, davon 4.200 in Hamburg. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat jetzt Zahlen zu Ärzten und Pflegekräften in den Krankenhäusern der Bundesländer vorgelegt, die den Pflegenotstand belegen sollen. Im Jahr 2013 waren demnach in Hamburger Kliniken 4.700 Ärzte und 8.600 Pflegekräfte beschäftigt. 1991 seien es erst 2.800 Mediziner und 8.300 Schwestern und Krankenpfleger gewesen. Das bedeute einen Anstieg um knapp 68 Prozent bei der Zahl der Ärzte, aber ein Plus von nur 3,6 Prozent bei den Pflegekräften. Das Missverhältnis zwischen Ärzten und Pflegekräften in Krankenhäusern bestehe deutschlandweit.

Pflege ist restlos überfordert

Die Verweildauer in den Krankenhäusern habe sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zwar halbiert, zugleich sei die Zahl der alten und pflegebedürftigen Patienten aber gestiegen, erklärte die Stiftung. Die Akutpflege binde alle Kräfte und beschränke sich auf ein Krisenmanagement. Die Pflege bleibe restlos überfordert. "Das Sparen auf Kosten der Pflegekräfte muss ein Ende haben", forderte der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch. Nötig sei ein deutschlandweit verbindlicher Personalschlüssel. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) erklärte, dass die Reform genau diesem Problem entgegensteuern solle. "Wir bringen mehr Pflegekräfte an das Krankenbett. Auch das ist eine spürbare Verbesserung, die direkt bei den Kranken ankommen und gleichzeitig das Personal entlasten wird", sagte die Senatorin. Durch die 660 Millionen Euro des Pflegestellen-Sonderprogramms könnten deutschlandweit bis zu 7.000 zusätzliche Stellen geschaffen werden.

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