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Radio Hamburg

Kostenlose Rückgabe

Rücknahmepflicht für Elektromüll

Berlin, 11.03.2015
RHH - Expired Image

Ein defekter Fernseher am Straßenrand. So wird das mit dem Recycling nichts!

Große Elektro- und Elektronikmärkte sollen in Zukunft verpflichtet werden, ausrangierte Geräte wie Handys, Staubsaugern und Fernsehern kostenlos zurückzunehmen.

Das Kabinett hat am Mittwochvormittag (11.03) eine Reform des Elektrogesetzes auf den Weg gebracht. Allerdings kann nicht jedes Gerät zurückgegeben werden.

Gut für die Umwelt

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht dabei keine Schwierigkeiten für die Geschäfte. "Was über den Handel reinkommt, muss auch über den Handel wieder rausgehen können." Ziel ist es, mehr wertvolle Metalle aus ausrangierten Geräten zu recyceln. Zudem sollen die alten Geräte nicht mehr so oft im Müll landen. 

Nur Großmärkte betroffen

Der Entwurf verpflichtet ausschließlich Händler mit einer Ladenfläche von mehr als 400 Quadratmetern dazu, Altgeräte beim Kauf eines gleichwertigen Geräts kostenlos zurückzunehmen. Kleinere Geräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 Zentimetern können auch ohne Neukauf abgegeben werden. Ein Kassenbon wird in keinem Fall gefordert.

Bis 2019 soll die Sammel- und Wiederverwertungsquote auf 65 Prozent steigen. "Der Handel kann natürlich selber wieder kooperieren mit Entsorgern und anderen, sodass das für den Handel nicht das Problem ist", sagte die Ministerin in der ARD.

Kritik am Gesetzesentwurf

Bisher basiert die Rücknahme alter Geräte auf Freiwilligkeit. In der Restmülltonne dürfen sie nicht entsorgt werden. Allerdings wird etwa die 25-Zentimeter-Vorgabe als wenig verbraucherfreundlich kritisiert. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) betonte, der Entwurf sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Recycling. «Angesichts der zwingenden Notwendigkeit, vermehrt heimische Sekundärrohstoffe zu gewinnen, ist es geboten, Sammlung und Verwertung ausgedienter Altgeräte wieder besser zu verbinden», sagte Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. 

Geschätzte 500.000 Tonnen ausrangierter Elektrogeräte würden bisher pro Jahr erst gar nicht in den Recyclinganlagen ankommen und damit nicht fachgerecht entsorgt. Sie landeten nach wie vor in der Restmülltonne, würden illegal exportiert oder lagerten in den privaten Kellern.

Richtig entsorgen

Wenn Eure Elektrogeräte zwar kaputt, aber nicht bereit für die Tonne sind, dann könnt Ihr sie im Repair Café preisgünstig reparieren lassen. Wenn wirklich nichts mehr zu retten ist, dann empfehlen wir den Weg zu den Hamburger Recyclinghöfen und deren Elektromüll-Containern

(dpa/tsa)

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