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Radio Hamburg

Arbeitskampf dauert an

Kita-Streik könnte bis zu den Sommerferien gehen

Hamburg, 20.05.2015
Kind, Kleinkind, Kita, Basteln, Spielen, iStock

Der Kita-Streik könnte sich bis zu den Sommerferien hinziehen.

Der Dauerstreik in den Kindertagesstätten in Norddeutschland könnte bis zu den Sommerferien Mitte Juli fortgesetzt werden. 

"Wir streiken so lange bis etwas in den Verhandlungen weitergeht - das könnte auch bis in die Sommerferien hineinreichen", sagte der Sprecher von Verdi-Nord, Frank Schischefsky der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag (19.05) in Kiel.

Kita-Streik bis Mitte Juli?

Auch in Hamburg könnte sich der Streik noch wochenlang bis zu den Ferien hinziehen. "Es ist nicht auszuschließen, dass bis Juli gestreikt wird", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Hilke Stein in Hamburg. Die Streikbereitschaft ist laut Gewerkschaften auch in der zweiten Woche ungebrochen. "Wir haben uns auf einen langen Arbeitskampf eingerichtet." Es gebe keine Anzeichen, dass es zu einem baldigen Angebot der Arbeitgeber kommt.

Streik wird nach Pfingsten definitiv fortgesetzt

Die Gewerkschaften Verdi und GEW würden auch nach zehn Tagen Streik keine Verhandlungsbereitschaft von Seiten der Arbeitgeber sehen. "Der Ball liegt eindeutig bei den Arbeitgebern", sagte der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Bernd Schauer. Deswegen werde der unbefristete Streik im Norden auf jeden Fall auch nach Pfingsten fortgesetzt.

Große Demo in Hamburg

Am Dienstag hatten sich in Hamburg rund 2.000 Erzieher an einer Kundgebung beteiligt und zogen mit Transparenten und Trillerpfeifen vom Gänsemarkt durch die Innenstadt bis zum Gewerkschaftshaus. In Lübeck hatten am Dienstagnachmittag Eltern und Kinder eine Demonstration angekündigt.

Landeselternausschuss fordert "Augenmaß bei den Streiks"

Der Landeselternausschuss Hamburg (LEA) unterstützt die Ziele der Erzieher, fordert aber ein Augenmaß bei den Streiks. "Mit jedem Tag wächst die Belastung der Eltern, und mit jedem Tag wächst auch die Schwierigkeit der Eltern, ihre Kinder unterzubringen", sagte Björn Staschen, Vorstand LEA. Es gebe immer noch viele Eltern, die den Streik richtig finden, weil sie es richtig finden, dass Erzieher besser bezahlt werden. "Ich kann aber nicht ausschließen, dass die Stimmung auch kippt, wenn der Streik immer weiter und weiter geht."

Lest auch: Kita-Streik: Welche Rechte habe ich als Arbeitnehmer?

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Seit der vergangenen Woche haben nach Angaben der Gewerkschaften in Schleswig-Holstein etwa 1.500 Erzieher in rund 130 kommunalen Einrichtungen die Arbeit niedergelegt. In Hamburg beteiligen sich rund 2.000 Erzieher, bis zu 25.000 Kinder sind von dem Ausstand betroffen. Verdi und GEW fordern für die bundesweit 240.000 Beschäftigten eine bessere Eingruppierung - im Schnitt geht es etwa um 10 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände lehnt jedoch pauschale Erhöhungen ab, hat aber Verbesserungen bei der Eingruppierung bestimmter Tätigkeiten angeboten.

(dpa/mgä)

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