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Radio Hamburg

GDL-Streik

Das sind die Alternativen zum Zug

Frankfurt/Berlin, 19.05.2015
Bahn-Streik, Bahn, Streik, Anzeigetafel, Hauptbahnhof

Ab Dienstag (19.05.) wird bei der GDL wieder gestreikt.

Bereits eine Woche nach dem Ende des jüngsten Streiks hat die Lokführergewerkschaft (GDL) den nächsten Ausstand angekündigt. 

Die Lokführer streiken erneut - dieses Mal wohl über die Pfingstfeiertage. Der Ausstand mit offenem Ende soll um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch (20.05) im Personenverkehr beginnen. Bereits an diesem Dienstag um 15.00 Uhr legen die Lokführer im Güterverkehr die Arbeit nieder. Das teilte die Lokführergewerkschaft GDL am Montag (18.05.) in Frankfurt mit. 

Der Ersatzfahrplan wurde am Dienstag von der Deutschen Bahn veröffentlicht

Streikende noch nicht bekannt gegeben

Das Streikende will die Gewerkschaft erst 48 Stunden vorher nennen, ein unbefristeter Streik sei das nicht. Die GDL strebt nach internen Angaben eine längere Dauer an als bei der vorangegangenen Streikrunde. Damit wären auch die Pfingsttage betroffen.

Erst am 10. Mai war ein fast sechstägiger Ausstand im Personenverkehr zu Ende gegangen. Es war der bisher längste Streik in der 21-jährigen Geschichte der Deutschen Bahn AG. Nach erneut gescheiterten Gesprächen vom Wochenende hatte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber von der GDL einen Streikverzicht verlangt. Nur eine Schlichtung über alle strittigen Fragen könne jetzt noch weiterhelfen.

Verhandlungen abgebrochen

Der neuerliche Versuch einer Annäherung beider Seiten war am Wochenende gescheitert. Vertrauliche Gespräche von Bahn und GDL wurden am Samstagabend (16.05) beendet und nicht wie geplant am Sonntag fortgesetzt. Die Tarifparteien wiesen sich dafür gegenseitig die Schuld zu. Die Verantwortung trage die Bahn, die in den Gesprächen bewiesen habe, dass in den Verhandlungen keinerlei Ergebnisse erzielt werden sollten, erklärte die GDL. Vielmehr solle der Tarifabschluss bis zum Inkrafttreten des Tarifeinheitsgesetzes verschleppt werden. Das wird voraussichtlich Anfang Juli so weit sein. 

Verkehrsminister Dobrindt: "Mir fehlt das Verständnis"

Erst am 10. Mai war ein fast sechstägiger Ausstand zu Ende gegangen. Es war der bisher längste Streik in der 21-jährigen Geschichte der Deutschen Bahn AG. Nur jeder zweite geplante Zug konnte nach Unternehmensangaben während des Arbeitskampfes fahren. Die Bahn sprach sich am Sonntag erneut für ein Schlichtungsverfahren über den gesamten Tarifkomplex aus. Vor der erneuten Streikankündigung hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die GDL aufgerufen, einem Schlichtungsverfahren zuzustimmen. "Mir fehlt das Verständnis dafür, wenn man sich nach monatelanger Tarifauseinandersetzung einer Schlichtung verweigert", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung (Montag). "Verantwortungsvolle Tarifpartnerschaft verpflichtet auch zur Suche nach Kompromissen, das kann nur am Verhandlungstisch geschehen." 

Für die rund 3.000 Lokrangierführer bei der Deutschen Bahn hat bisher die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die Tarifverträge abgeschlossen. Die GDL verlangt für ihre Mitglieder in dieser und in anderen Berufsgruppen des Zugpersonals eigene Tarifverträge. Das ist der Kernpunkt des Konflikts. Die Bahn will unterschiedliche Tarifverträge für ein und dieselbe Berufsgruppe vermeiden. Die GDL strebt zunächst eine Einigung über die künftige Tarifstruktur an und will erst danach in einer Schlichtung über Geld, Arbeitszeit und Überstundenbegrenzung sprechen.

AKN, Metronom und nordbahn nicht betroffen - Die Alternativen

Die Züge der AKN und der nordbahn in Hamburg und Umland sind von den angekündigten Streiks bei der Deutschen Bahn AG nicht betroffen. Bei der nordbahn sind jedoch Verspätungen möglich, da der Streik sich möglicherweise auf den gesamten Bahnverkehr auf dem Netz auswirkt.
Bei der AKN werden keine Verspätungen erwartet, da auf dem AKN-Streckennetz keine Personenzüge der DB AG verkehren. Das Gleiche gilt für den Metronom von zum Beispiel Cuxhaven nach Hamburg.
nordbahn-Linien: RB 63 Neumünster - Heide - Büsum, RB 82 Neumünster - Bad Oldesloe, RB 71 Wrist - Hamburg-Altona, RB 61 Itzehoe - Hamburg Hauptbahnhof
AKN-Linien: A 1 Neumünster - Eidelstedt, A 2 Norderstedt Mitte - Ulzburg Süd, A 3 Elmshorn - Ulzburg Süd

Fernbusse sind auch eine Alternative, sofern das Ziel eine größere Stadt ist. Wer ein Auto hat nimmt das und versucht sich vielleicht auch als Mitfahrgelegenheit. In größeren Städten ist Car-Sharing eine Alternative. Hier in Hamburg fängt die U-Bahn viele Pendler und Reisende auf, die sonst auf eine verzögernd fahrende S-Bahn warten müssten.

(dpa/mgä/aba)

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