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Radio Hamburg

Flugbegleiter streiken weiter

Lage soll sich in Hamburg am Dienstag beruhigen

Hamburg/ Frankfurt/Main, 09.11.2015
Streik Lufthansa Flüge annulliert

Am Dienstag (10.11) soll der Lufthansa-Flugbegleiter-Streik geringere Ausmaße auf Hamburg haben.

Am Montag (09.11) ging zwischen Hamburg und Frankfurt meist gar nichts mehr. Am Dienstag (10.11) könnte sich die Lage in Hamburg normalisieren.

Wegen des Streiks der Flugbegleiter sind am Hamburger Flughafen am Montag (09.11)nahezu alle Flüge der Lufthansa ausgefallen. Die Stewardessen und Stewards hatten zuvor ihren Streik auf den Flughafen München ausgeweitet, neben Frankfurt die zweite Lufthansa-Verbindung ab Hamburg. Somit wurden am Montag 30 von 31 Lufthansa-Flügen zwischen Hamburg und Frankfurt sowie München gestrichen. Nur eine Verbindung zwischen Hamburg und München wurde bedient. Damit waren rund 15 Prozent der Flüge vom und zum Hamburger Flughafen betroffen. Wären die Flugzeuge voll besetzt, so hätten mehr als 4.000 Passagiere nicht ab Hamburg fliegen können und weitere 4.000 nicht nach Hamburg kommen.

Besserung ab Dienstag?

Am Dienstag (10.11) könnte sich die Lage für die Hamburger Lufthansa-Passagiere entspannen. Die Gewerkschaft Ufo hat angekündigt, am Dienstag ab Frankfurt und München nur Langstreckenflüge zu bestreiken. Die Kurz- und Mittelstrecke werde hingegen vom Streik ausgenommen. "Gegenwärtig rechnen wir damit, dass wir den Hamburger Flugplan weitestgehend erfüllen können", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Planmäßig fliegt Lufthansa am Dienstag ab Hamburg 16 Mal von und nach Frankfurt und 15 Mal von und nach München. Frankfurt wird von keiner weiteren Fluglinie ab Hamburg bedient; den Passagieren bleibt nur der Umstieg auf die Bahn oder das Auto. Nach München fliegt neben Lufthansa auch Air Berlin.

Neues Angebot der Lufthansa

Unterdessen hat Lufthansa der Flugbegleitergewerkschaft Ufo in den festgefahrenen Tarifverhandlungen ein neues Angebot präsentiert, um den Streik schnellstmöglich zu beenden. Das nachgebesserte Angebot der Lufthansa an
die Flugbegleiter wird allerdings nicht zu einem schnellen Ende des Streiks führen. "Das Angebot bringt minimale Verbesserungen und wird dazu noch mit einer Drohung verbunden. So funktioniert das nicht", sagte der Chef der Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, in einer ersten Reaktion am Montag in Frankfurt. Man werde den Streikaufruf für Dienstag deswegen nicht verändern. Gesprächen wolle man sich aber nicht verschließen.

Streit um die Altersvorsorge

Die Lufthansa hatte zuvor ihr Tarifangebot an die seit Freitag (06.11) streikenden Flugbegleiter nachgebessert. Um den laufenden Streik so schnell wie möglich zu beenden, habe man die Einmalzahlung beim Gehalt um 1.000 auf 3.000 Euro erhöht, teilten die Lufthansa-Vorstände Bettina Volkens und Karl Ulrich Garnadt nach einer Krisensitzung der Konzernführung mit. Auch sollen die Flugbegleiter wieder ab 55 mit den bisherigen Leistungen in den Vorruhestand gehen können - und nicht wie bislang vorgeschlagen ab 56. Neuen Flugbegleitern wolle man eine Altersversorgung auf dem Niveau anderer Dax-Konzerne anbieten.Garnadt wies erneut darauf hin, dass bei Kostensteigerungen Strecken auf umkämpften Märkten überprüft werden müssten. Das wird von Ufo als Drohung zur Streichung von Arbeitsplätzen interpretiert.

Schon jetzt über 200.000 Menschen betroffen

Die Gewerkschaft hat angekündigt, den in der vergangenen Woche begonnenen Streik noch bis einschließlich Freitag dieser Woche fortzusetzen. Lufthansa hatte nach eigenen Angaben für Montag 929 Flüge abgesagt, wovon rund 113 000 Passagiere betroffen seien. Das ist gut die Hälfte des normalen Flugprogramms der Kerngesellschaft Lufthansa. Seit Streikbeginn am Freitag addierte sich die Zahl der ausgefallenen Lufthansa-Flüge bereits auf mehr als 1.700 mit knapp 210.000 betroffenen Passagieren.

(dpa/san)

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