Radio Hamburg

Lkw rast in Weihnachtsmarkt

Berlin: Terroranschlag bestätigt!

Hamburg/Berlin, 19.12.2016
Anschlag Berlin Weihnachtsmarkt

Mindestens 12 Tote auf Berliner Weihnachtsmarkt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Lkw in Berlin vorsätzlich auf einen Weihnachtsmarkt gesteuert wurde. 12 Tote sind zu beklagen.

Ein paar Tage vor Weihnachten steht Berlin unter Schock: Am Montagabend (19.12.) gegen 20 Uhr ist ein Lastwagen auf einem Weihnachtsmarkt in Charlottenburg vor der Berliner Gedächtniskirche in eine Gruppe von Menschen gerast. Der Lkw ist offenbar zunächst auf den Gehweg und dann quer durch den Weihnachtsmarkt gefahren. Dabei wurden mindestens 12 Menschen getötet und nach bisherigen Angaben verletzt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Lkw in Berlin vorsätzlich auf den Weihnachtsmarkt am #Breitscheidplatz gesteuert wurde. Das teilte die Polizei über Twitter mit. Ein Unbekannter war am Abend mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefahren.

SEK stürmt Hangars auf Flughafen Tempelhof

Unterdessen haben Spezialeinsatzkräfte (SEK) der Polizei am Dienstagmorgen nach Medienberichten Hangars auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft. Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen ist der Verdächtige wohl im Februar als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland eingereist. Demnach soll der Mann in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. Die Polizei bestätigte den SEK-Einsatz zunächst nicht.

Wer ist der mutmaßliche Lkw-Fahrer?

Der Mann, der einen Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert haben soll, ist nach Informationen des RBB-Inforadios Pakistaner. Der festgenommene mutmaßliche Täter sei am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist, berichtete der Sender am frühen Dienstagmorgen (20.12.) unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Polizei soll er bereits wegen geringfügiger Delikte bekannt sein. Die Berliner Polizei wollte sich dazu nicht äußern.
Der Mann war auf der Flucht vom Tatort festgenommen worden und wird verhört. Nach dpa-Informationen soll der Mann mehrere Identitäten genutzt haben.

Ein Verdächtiger, wohl der Lkw-Fahrer, ist nahe der Berliner Siegessäule festgenommen worden, der Beifahrer soll tot sein. Der Sattelschlepper soll ein polnisches Kennzeichen haben. Weitere Details werden noch geprüft.

Die Polizei hat via Twitter zur Ruhe aufgefordert. Die Situation ist offenbar unter Kontrolle, die Situation sei sicher - so die Berliner Polizei.

Generalbundesanwalt Frank hat den Fall übernommen. Die Polizei hat derzeit keine Hinweise auf weitere Gefährdungen. Die Hintergründe seien weiterhin unklar. Berlins Regierender Bürgermeister Müller sagte, seine Gedanken seien bei den Familien der Opfer. Nähere Informationen werden im Laufe des Dienstags (20.12.) erwartet.

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(dpa/aba/apr)