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Radio Hamburg

Lebensmittel im Müll

Nahrungsverschwendung gesetzlich verbieten?

Berlin, 14.02.2016
Lebensmittel

Oft landen Lebensmittel im Müll, obwohl sie eigentlich noch essbar sind. 

Lebensmittel landen oft im Müll, obwohl sie noch gut für den Teller wären. Wird diese Nahrungsverschwendung bei uns auch bald gesetzlich verboten?

Supermärkte sollten unverkaufte Lebensmittel aus Sicht der Verbraucherzentralen nicht mehr wegwerfen dürfen. Eine gesetzliche Regelung, wie sie in Frankreich gerade beschlossen wurde, sei doch sinnvoll, heißt es vom Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller. 

Frankreich als Vorbild?

Viele Händler und Caterer in Deutschland spendeten bereits nicht mehr verkaufbare Lebensmittel an Tafeln. "Eine gesetzliche Pflicht würde also die schwarzen Schafe treffen, die das bisher noch nicht freiwillig machen." In Frankreich müssen Händler nach einem Anfang Februar beschlossenen Gesetz unverkaufte Nahrungsmittel spenden, verarbeiten, als Tierfutter verwenden oder kompostieren. Die Bundesregierung plant ein solches Wegwerf-Verbot nicht, wie das Ernährungsministerium bereits mitgeteilt hatte. 

Zwangsverpflichtung wird abgelehnt

In Deutschland landen nach einer 2012 vorgestellten Studie im Auftrag des Ministeriums pro Jahr elf Millionen Tonnen Nahrung von Verbrauchern, Handel, Industrie und Gastronomie im Müll. Davon stammen demnach 550.000 Tonnen aus dem Handel. Auf private Haushalte fallen 6,7 Millionen Tonnen. Der Handel hält ein Gesetz nach Vorbild Frankreichs für unnötig. Die Branche gehöre seit langem zu den größten Unterstützern der mehr als 900 lokalen Tafel-Organisationen, erklärte der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. Die Unternehmen engagierten sich aus freien Stücken, weil sie wüssten, dass ihre Spenden überschüssiger, qualitativ einwandfreier Nahrungsmittel einem guten Zweck dienten. "Die Zwangsverpflichtung per Gesetz käme einer Geringschätzung dieses Einsatzes gleich."

Maßnahmen werden bereits getroffen

Schon aus wirtschaftlichen Aspekten gebe es ein Eigeninteresse, Verluste so gering wie möglich zu halten. Daher investierten Unternehmen etwa in Prognosesysteme und bestellten kleinere Mengen. Aktionen und Preisreduzierungen seien Instrumente, um leichter verderbliche Produkte rechtzeitig zu verkaufen. Was sich trotz allem nicht für Verkauf oder Weiterverarbeitung eigne, werde über Biotonnen zum Kompostierung gebracht. 

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