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Radio Hamburg

Belästigung am Arbeitsplatz

Was ist eigentlich Sexismus und was kann man dagegen tun?

Hamburg, 28.09.2016
Sexuelle Belästigung, Job

Ob am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit. In den letzten Monaten ist es vermehrt zu sexueller Belästigung gekommen. Aber was ist das eigentlich genau?

"Sexuelle Belästigung beginnt dort, wo signalisierte Grenzen überschritten werden". Diese Aussage sollte allen eigentlich bewusst sein. Dennoch hat es in den vergangenen Monaten immer häufiger Anzeigen wegen sexueller Belästigung gegeben - gegen Unbekannt. Dann gibt es allerdings noch ein anderes Thema, das vor allem an einigen Arbeitsplätzen zu Problemen führt: Sexismus. Aber wo ist da jetzt eigentlich der Unterschied und wie kann man sich dagegen wehren?

Wann ist es sexuelle Belästigung?

Wo fängt sexuelle Belästigung an? Ob einige es glauben wollen oder nicht, sexuelle Belästigung beginnt schon beim Starren auf den Ausschnitt seines Gesprächspartners. Ein weiteres Indiz der Belästigung ist das ständige, angeblich zufällige Anfassen einer Person. Stellt sich eine Person zu dicht hinter eine andere, massiert diese ungefragt oder streichelt ungefragt Arm, Bein oder Hand der anderen Person, so ist das eindeutig sexuelle Belästigung. So lächerlich es klingen mag, auch das Auffordern zum Sex ist sexuelle Belästigung - sogar, wenn es nur als Scherz gemeint war. Bei Nacktkalendern am Arbeitsplatz gibt es Ausnahmen. Hängt ein derartiger Kalender in einem Büro, in dem auch Frauen arbeiten, so gilt das als sexuelle Belästigung. Ob mit Gesten, Handlungen oder Worten ausgedrückt: gibt die belästigte Person zu Verstehen, dass sie sich beleidigt fühlt und das Verhalten unerwünscht ist, und nicht aufgehört wird, so ist es sexuelle Belästigung. 

Was kann ich dagegen tun?

Sollte einem so etwas widerfahren, sollte immer ein Kollege darüber informiert werden, der die Situation ebenfalls noch einmal einschätzen kann. Somit hat man erstens einen Zeugen und die Gewissheit, ob es sich tatsächlich um sexuelle Belästigung handelt. Daher sollte man auch auf die Meinung eines Kollegen warten, bevor man es bei der betroffenen Person anspricht. Generell ist es jedoch besser, den Fall beim Vorgesetzten zu schildern. Wer auch dem nicht vertraut, der kann auch beim Betriebsrat Hilfe suchen. 

Was ist Sexismus?

Sexismus hat in erster Linie nichts mit sexueller Belästigung zu tun, sondern mit der Geschlechts-bezogenen Diskriminierung. Das bezieht sich auf Vorurteile, falsche Behauptungen, Imitationen von Verhaltensweisen, Stereotypisierung, und Abwertungen. Da entstehen Sätze wie "Frauen sind zu doof, um Chemie zu verstehen - das klatschen sie sich doch nur in die Haare." Während es besonders Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts vermehrt zu Sexismus kam, von dem nur Frauen betroffen waren, haben heutzutage auch Männer ihr Leid zu tragen. Sexismus kann allerdings noch weiter gehen. So gehören auch das Retuschieren und "das Perfektionierten" von Bildern, die Androhung von Gewalt, Vergewaltigung und das Veröffentlichen der Adresse zum Sexismus. Besonders online wird es Usern teilweise leicht gemacht, den Sexismus so "auszuleben".