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Radio Hamburg

Stiftung Warentest

Schadstoffe in Kusmi Kamillentee gefunden

Hamburg, 18.01.2017
Kusmi, Tee, Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat im Kusmi Kamillentee hohe Schadstoffe festgestellt, die krebserregend und erbgutschädigend sind. Es wird davor gewarnt, diesen Tee zu trinken. 

Die Tester befinden sich momentan noch in der Prüfphase mehrerer Kräutertees. Dabei ist ihnen besonders der Kamillentee von Kusmi aufgefallen, der extrem mit Pyrrolizinakkaloiden belastet ist. Daher warnen die Tester bereits vor Veröffentlichung des gesamten Tests vor der Einnahme des Tees. 

So gefährlich sind Pyrrolizinakkaloide

Pyrrolizinakkaloide sind in vielen Wildkräutern enthalten und ganz natürlich. Bei der Ernte der Kamillenblüte können diese Wildkräuter manchmal mitgeerntet werden und werden dabei übersehen. Doch gerade das ist bedenklich, denn Tests ergaben, dass Pyrrolizinakkaloide krebserregend und erbgutschädigend sein können. Außerdem kann bei einem hohen Pyrrolizinakkaloiden-Gehalt die Leber chronisch oder sogar akut geschädigt werden.

Wissenschaftler legen Wert inoffiziell fest

Zwar gibt es bisher keinen gesetzliche festgehaltenen Höchstwert für Pyrrolizinakkaloide in Lebensmitteln, doch Wissenschaftler des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR)  und die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa haben die Tageszufuhr des Schadstoffs errechnet. Ein 60 Kilogramm schwerer Erwachsener sollte daher nicht mehr als 0,42 Mikrogramm täglich zu sich nehmen, ein 16 Kilogramm schweres Kleinkind darf nicht mehr als 0,11 Mikrogramm zu sich nehmen. Der Kusmi Kamillentee hatte das 380-Fache der langfristig wenig bedenklichen Tageszufuhr für einen Erwachsenen. 

(pgo)

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